Kommt ein Mann die Treppe hoch

Klingelingeling!

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Wenn das Kind in der Wiege oder auf dem Schoße sitzt, so marschiert man mit zwei Fingern sein Ärmchen hinauf, hält in der Mitte an, geht dann weiter und zupft am Ende leise am Ohrläppchen, wobei man dieses Liedchen singt. 

Es geht ein Männchen die Treppe ’nauf
bleibt ein bischen hocken
geht ein Stückchen weiter hinauf
soll’s schellen oder klopfen?

in Frankfurter Kinderleben (1929, Nr. 49 – 54; oben Nr. 51 hochdeutsch, unten Nr.  49 hessisch)

Mit dem Zeige- und Mittelfinger geht man den Arm des Kindes hinauf, wobei man sagt:

Geht a Männche die Treppe enuff
bleibt er bissi hocke
geht er bissi weiter nuff
schelle oder kloppe?

Wenn das Kind „Schelle“ sagt, so zupft man es am Ohr, sagt es „Kloppe“, so klopft man ihm fest an die Stirn.

Andere Variante (Nr. 54):

Man geht mit den Fingern nacheinander das Gesicht hinauf und mit der flachen Hand wieder zurück und sagt dabei zu dem betreffenden Kinde: „So geht man den Berg hinauf und so hinunter!“ Das nennt man: den Feldberg besteigen.


Dieser Kinderreim in: (1929)
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Anmerkungen zu "Kommt ein Mann die Treppe hoch"

Varianten im Text:

1.1: Geht aana die Treppe….
1.2: bleibt e Stickche hocke ; und do bleibt’s hocke
1.3: geht e Stücksche (Sticksche) weiter
1.4: Schelle oder Robbe? ; und do fängts an zu robbe ; Solls schellen oder klopfen (Dann wird gezupft oder betupft)

Ähnlich aus meiner Kindheit in Duisburg-Hamborn (ca 1965, M.Z.):

mit Zeige- und Mittelfinger die Brust hochkrabbeln:
Kommt ein Mann die Treppe hoch
am Ohrläppchen zupfen:
Klingelingeling!
an die Nase klopfen:
Klopft an!
Nasenspitze anfassen und vorsichtig damit wackeln:
Guten Tag, Herr Nasenmann!