Und du glaubst du wärst die Schönste

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Und du glaubst du wärst die Schönste

Und du glaubst, du wärst die Schönste
aber auch die Reicheste
denn wer du bist, der bin ich auch,
wer mich veracht‘, veracht ich auch.

Deine Schönheit wird vergehen.
Wie das Blümlein auf dem Feld.
Es kommt ein Reiflein wohl in der Nacht
Und nimmt dem Blümlein seine Macht

Wenn du glaubst ich tät dir nachgehn
Aber ach — das denk nur nicht
Denn eine Schwalbe bringt keinen Sommer
Und über die weil verlaß ich dich

Alle Leutcher die dich kennen
Sagen dies und jen’s von dir
Sagen all, ich sollt mich trennen
Sollt mein Herz nicht schenken dir.

Hab ich was von dir genossen
So sag ich schöns Dank dafür
Denn unsre Liebe ist verflossen
Und der Abschied vor der Tür

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 657 „Nieder Reifenberg“)

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