Stets in Trauren muß ich leben

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Stets in Trauren muß ich leben

Stets in Trauren muß ich leben
sagt woran hab ich´s verschuldt
Weil mein Schatz ist untreu worden
muß ich´s leiden mit Geduld

Vater und Mutter wollten´s nicht leiden
schönster Schatz das weißt du wohl
Sag mir die gewisse Stunde
wann ich zu dir kommen soll

Wie oft haben wir beisammen gesessen
so manche schöne halbe Nacht
und den Schlaf dabei vergessen
und mit Liebe zugebracht

Lieben sind zwar schöne Sachen
wenn man keine Falschheit spürt
täglich tut das Herze lachen
wenn man stündlich karessiert

Wo ich geh auf Weg und Straße
sehen mir´s die Leute an
meiner Augen Tränen fließen
ich kein Wort mehr sprechen kann

Meine Augen sind die Federn
meine Wangen das Papier
meine Tränen sind die Tinte
wann ich schreiben will zu dir

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in: Die deutschen Volkslieder mit ihren Singweisen (1843) –

 

Liederthema:
Liederzeit: vor 1843 : Zeitraum:
Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: Melodie hier aus der Umgegend von Frankfurt a. M. (Erk I, 2, Nr. 9) und aus dem Darmstädtischen. Unendliche Varianten hat dieses Lied, dass es schwer, ja unmöglich ist, es nach seinen ursprünglichen Bestandteilen wiederzugeben. Oft wird es mit Lieblingsstrophen aus verschiedenen anderen Liedern zusammengesetzt (Erk-Böhme 1897)