Wilhelm Schmitz, mein lieber Freund (Schmitz seine Hippe)

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Wilhelm Schmitz, mein lieber Freund
Der hatte eine Ziege
Ach, es war ein Wundervieh
Glaub nicht, dass ich lüge
Weil sie wurde gut gepflegt
tat sie es auch belohnen
Denn sie gab die Kaffeemilch
Und auch die Kaffeebohnen

Schmitz seine Hippe ist weg, Holahihaho.
Ach wat hät de Lü fürn Pech, Holahihaho.
Ja, sie hat son weißes Fell
Und einen schwarzen Schwanz.
An jeder Seite ein brauner Fleck
Und heißt mit Namen Hans

Der Lehrer in der Schule sprach:
Kinder, ihr müßt wissen
Vorn paar Tagen ist bei Schmitz
Die Hippe ausgerissen
Alle helfen suchen wir
Ihr habt keine Schule
Karlchen du hilfst auch mit suchen
Fritzchen und auch Jule

Und die ganzen Kinderscharen
Alle nun am Suchen waren.
Selbst der kleine Fritzchen Schott,
Der rief dabei zum Spott:
Schmitz seine Hippe _ _ .

Schmitz, der ging zur Polizei
Fort is meine Ziege
Meine Herrn, ich bitte sie
Glaubt nicht, daß ich lüge
Selbst der gute Herr Major
_ Rief die Polizisten
Fragte alle Mann für Mann
Ob sie schon davon wußten
Selbst den Polizeihund Schnurr
Setzte man gleich auf die Spur.
Und die ganze Polizei rief und schrie dabei

Schmitz seine Hippe _ . _

Als sie dann nich wiederkam
Kriegte’s Schmitz am Magen
Und nach ein paar Tagen schon
Da hat man ihn begraben
Selbst der gute Herr Pastor
Sprach mit bleicher Miene
Schmitz, der starb aus Gram und Schmerz
über seine Ziege
Und die ganzen Trauerscharen
Alle nun beisammen waren,
Stellten sich in einen Kreis
und sangen alle leis:
* Schmitz seine Hippe …

Text und Musik: Verfasser unbekannt
gesungen von Werner Unland, Dortmund 1976
in Arbeiterlieder aus dem Ruhrgebiet (1981)

Liederthema:
Liederzeit: (1930)
Region:

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