Lieder aus dem Rinnstein von A - Z

16 Lieder - Lieder aus dem Rinnstein

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Nach Germanien nach Germanien

Nach Germanien, nach Germanien Muß ich zieh´n auf ehr´nen Bahnien Wo man noch den Nächsten liebt Nach dem Land, wo´s volle Börsen Höflichkeit im Stile “Versen” Bodelschwinghs und Sternbergs gibt. Für das Vaterland focht siebzig Ich, doch die Begeisterung gibt sich Jetzo fechte ich für mich So daß selbst im Konsulate Man dies anerkennen tate Selbst der Herr von Stamerich

Vagabundenlieder | Liederzeit: | 1900


Nieder mit den Hunden mit der Reaktion

Runner mit de Hunne mit de Reaktion Der Teiwel soll se holen nee, er hat se schon Blut soll fließen straßenlang, Das will ich sähn daß de Demokraten feste stehn Text und Musik: Verfasser unbekannt – aus Köthen 1848  – Alfred Wirth schreibt 1961 dazu “Der Reim “Runner mit de Hunne” ist in Köthen von einem alten Lehrer aufgezeichnet und mir  eingesandt

Freiheitslieder | Liederzeit: | 1849


Und keinen Groschen Geld im Sack (Landstreicher)

Und keinen Groschen Geld im Sack Und eine kalte Nase Die Leute sind ein Lumpenpack Nicht wert, daß man drauf blase. Nun bin ich beinah auf den Hund Der Schnee frißt mir die Füße wund Mein Herz ist bloß noch halb gesund Und endlos gähnt die Straße. Seit vierzehn Tagen kann man nicht An einem Herd erwarmen Und winkt von

Lieder von Arm und Reich | Vagabundenlieder | Liederzeit: | 2007


Wenn das meine Mutter wüßte

Wenn das meine Mutter wüßte wie´s mir in der Fremde ging! Schuh und  Strümpfe sind zerrissen durch die Hosen pfeift der Wind Refrain: Denn all sein Geld, das hat der Leopold versoffen es ist so schön die Kehl´ herabgeflossen freut euch, das Glas ist aus und keinen Heller bringt der Leopold nach Haus der Lump, der Schlacks Eine Stelle hat

Lieder von Arm und Reich | Vagabundenlieder | Liederzeit: | , , | 2007


Wie ist doch der Kunde frei

Wie ist doch der Kunde frei Auf der Walze Leben, Tat es immer nur genug Trocknen Oskar geben. Denn die Kaffern stecken schlecht; Hetzapostel schrieben: Bummler, Strolch — der Kunde muß Kohlendampf jetzt schieben. Unnütz, schreit Ihr, wären wir? Reizt nicht eure Leber! Sind wir nicht – bedenkt es wohl! Vieler Arbeitgeber Denn wir nähren allesamt- der Kultur zu dienen

Vagabundenlieder | Liederzeit: | | 1900


Wir blicken durch eiserne Stäbe

Wir blicken durch eiserne Stäbe Und seh´n durch ein Gitter von   Draht Die   Freiheit ist unser Leben Der Kerker ist unsere Schmach. Im Kerker müssen wir schmachten Und leiden oft große Not Wenn Menschen uns alle verachten Weil Stehlen nur ist unser Brot. Doch Gohlen ist unser Leben drum Keiber schaffet nur Rat Allein hierdurch könnt Ihr bewegen daß wir

Gefangenenlieder | Raub-Mord-Totschlag | Liederzeit: , | 1850