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Als der Großvater die Großmutter nahm (Auflage 1922)

Schlager sind Lieder, bestehend aus Musik und Worten, die kaum noch etwas mit ihren Autoren zu tun haben, sondern die aus der Literatur zum Gebrauchsgegenstand des Volkes oder des jeweiligen Volkskreises avanciert oder degradiert sind. Solche Lieder zum sonntäglichen Gebrauch des deutschen Bürgertums aus den Jahren 1740 bis 1840 hat Gustav Wustmann, der Schöpfer des ausgezeichneten Werkes ›Allerhand Sprachdummheiten‹, veranstaltet,

Bekränzt mit Laub den lieben vollen Becher

Bekränzt mit Laub den lieben vollen Becher und trinkt ihn fröhlich leer in ganz Europia, ihr Herren Zecher ist solch ein Wein nicht mehr Er kommt nicht her aus Ungarn, noch aus Polen, Noch wo man franzmänn’sch spricht, Da mag Sankt Veit, der Ritter, Wein sich holen, Wir holen ihn da nicht. Ihn bringt das Vaterland aus seiner Fülle, Wie

Claudius

Zu dem Begriff „Claudius“ gibt es drei Einträge: Claudius, Hermann Claudius, Matthias Claudius, Georg Karl

Der Mond ist aufgegangen

Der Mond ist aufgegangen die gold´nen Sternlein prangen am Himmel hell und klar Der Wald steht schwarz und schweiget und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar Wie ist die Welt so stille Und in der Dämmerung Hülle So traulich und so hold Gleich einer stillen Kammer Wo ihr des Tages Jammer Verschlafen und vergessen sollt Seht ihr den

Der Pflichten heiligste im Bürgerbunde (Feuerwehr)

Der Pflichten heiligste im Bürgerbunde ist die, sich andern weihn Erhebend ist´s, in unheilschwerer Stunde mit Hilfe nah zu sein Begeistert laßt uns nach dem Ziele ringen vom Feuermut beseelt Hilfreich, wo´s gilt, dem Nächsten beizuspringen ist ja, was wir gewählt Ihr Steiger vor! Im Qualme wilder Flammen bleibt euern Pflichten treu Stürzt Dach und Fach auch über Euch zusammen

Der Winter ist ein rechter Mann

Der Winter ist ein rechter Mann, Kernfest und auf die Dauer; Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an, Und scheut nicht süß noch sauer. War je ein Mann gesund wie er? Er krankt und kränkelt nimmer, Er trotzt der Kälte wie ein Bär und schläft im kalten Zimmer. Er zieht sein Hemd im freien an und läßt´s vorher nicht wärmen

Deutsche Lieder für Jung und Alt

Deutsche Lieder für Jung und Alt , herausgegeben von Groos , Karl und Bernhard Klein : Berlin: Realschulbuchhandlung , 1818. IV, 130 S. – Vertonungen von 4 Gedichten von Johann Wolfgang Goethe, Sinon Dach, Novalis, Ernst Moritz Arndt, Johann Caspar Lavater, Paul Gerhardt, Max von Schenkendorf, Friedrich Schlegel, Theodor Körner, Ludwig Tieck, Johann Ludwig Uhland, Matthias Claudius, Heinrich von Kleist,

Ein Sternlein stand am Himmel

Es stand ein Sternlein am Himmel Ein Sternlein guter Art Das tät so lieblich scheinen So lieblich und so zart Ich wußte seine Stelle am Himmel, wo es stand trat abends vor die Schwelle und suchte, bis ich´s fand Und blieb dann lange stehen hatt große Freud in mir das Sternlein anzusehen und dankte Gott dafür Das Sternlein ist verschwunden

Erde du bist das Korn und das Brot und die Traube

Erde du bist das Korn und das Brot und die Traube Erde du bist der Leib und der Geist und der Glaube Erde du bist unser Väter Arbeit und Blut Deutsche Erde wir halten treu deine Hut Deutschland wir pflügten und säten und pflanzten in deinen Schoß Erde du machtest es wachsen o Wunder groß O ewiges Wunder bis an

Friede sei um diesen Grabstein her

Friede sei um diesen Grabstein her! Sanfter Friede Gottes! Ach, sie haben Einen guten Mann begraben, Und mir war er mehr Träufte mir von Segen, dieser Mann Wie ein milder Stern aus bessern Welten! Und ich kann´s ihm nicht vergelten Was er mir getan Er entschlief; sie gruben ihn hier ein Leiser, süßer Trost, von Gott gegeben Und ein Ahnden