Liedergeschichte: Donaulied

Zur Geschichte von "Donaulied": Parodien, Versionen und Variationen.

Bereits 1820 scheint das Lied von der schlafenden Jungfrau am Donauufer, die von einem Mann vergewaltigt wird, unter dem Titel „Donauweibchen“ weit verbreitet zu sein. „Donauweibchen“ lautet auch der Titel eines musikalischen Märchens mit Liedzeilen wie „Am Sonntag hätt ich die Blondine / Die Schwarze wär am Montag mein / Die Braune mit der holden Miene / Die müßte mein am Dienstag sein“.Über sentimentalere Schlagervarianten entwickeln sich dann vermutlich unter vom Kriege verrohten Soldaten weitere Vergewaltigungsphantasien.

Noch heute wird dieses Lied in Bierzelten gespielt und gesungen. Wer weiß, wieviele Frau nach einem Schützenfest oder Oktoberfest womöglich ermutigt durch dieses Lied mißbraucht werden? Auch die Version, in der die Schlafende der Vergewaltigung zustimmt, nachdem sie davon erwacht, ist wohl nur ein feuchter Traum und missachtet die vielen Vergewaltigungsopfer.

Die Online-Petition gegen „Bierzelt-Sexismus“ brachte im August 2o2o  mehr als 36.000 Befürworter eines Verbots dieses Liedes bei Schützenfesten und ähnlichem. Die Stadt Montabaur erließ ein Verbot, der Bürgermeister von Passau spricht sich ebenfalls dafür aus. Eine gelungene Neudichtung ist das Isarlied von Sara Brandhuber

Es hat die Schöpferin der Liebe Zur Lust die Mädchen aufgestellt Sie wecken in uns süße Triebe Ein jeder wählt was ihm gefällt Bald schwarz bald braun bald blond von Haaren Bald rund bald schlank schön jung von Jahren Ja dürft ich nur ich wollte wählen Es sollt an Auswahl mir nicht fehlen Die Farbe ... Weiterlesen ... ...

Einst ging ein junger Rittersmann Lustwandeln an des Flusses Strand Da sprach ein Mädchen sanft ihn an Und nahm ihn lächelnd an der Hand Sie sang ihm süße Liedlein vor Der Ton bezauberte sein Ohr Ihr holdes Wesen reizte ihn Entzückte seinen Liebessinn Und als er so mit Liebesglut Sich schloß an ihre welsche Brust ... Weiterlesen ... ...

Einst ging ich am Ufer der Donau und fand ein schlafendes Mädchen im leichten Gewand sie schlief so ganz ruhig im Schatten gestreckt ihr Busen und Füßchen nur halb bedeckt Ich schaute ihr schüchtern und schön Gesicht um zu belauschen sie rührte sich nicht auf einmal erblicke ich einen hüpfenden Floh ich weiß zwar die ... Weiterlesen ... ...

Einst ging ich am Ufer der Donau und fand ein einschlafendes Mädchen im leichten Gewand Sie schlief so ganz ruhig im Schatten gestreckt den Busen, die Füßchen nur halber bedeckt Ich schaute ihr schüchtern ins schöne Gesicht um sie zu belauschen, sie rührte sich nicht Da stand ich von tausend Gefühlen so voll mir war ... Weiterlesen ... ...

Einst ging ich am Ufer der Donau entlang wollte sehen ob mein einziger Wilhelm da stand er ist zwar verschwunden, er ist ja nicht mehr da es tönte schon wieder die holde Nachtigall Hier ist ja die Laube, so allein sitz ich hier ach wär doch mein einziger Wilhelm bei mir hier haben wir gesessen ... Weiterlesen ... ...

Einst ging ich am Ufer der Donau umher Und wollte einmal sehen, ob mein Robert da wär Sie rang wohl mit den Händen und rief ja noch einmal — Da hört man nichts als Lieder der holden Nachtigall Ach Robert, ach Robert, vergiß dein Mädchen nicht Gedenke an die Worte, die mir dein Mund verspricht ... Weiterlesen ... ...

Einst ging ich am Ufer der Donau und fand ein schlafendes Mädchen im weißen Gewand Ein schlafendes Mädchen im weißen Gewand Ein schlafendes Mädchen im weißen Gewand Und als ich das schlafende Mädchen ansah Da könnt ihr euch denken, wie mir geschah Und eh ich mich kaum noch selber bedacht Da war schon das Opfer ... Weiterlesen ... ...

Ich ging mal die Donau entlang ein Seemann ganz einsam dort stand Ich ging mal die Donau entlang ein Seemann ganz einsam dort stand Ach Seemann was bist du allein komm mit in mein Schlafkämmerlein. Und als die Uhr schlug zehn da war es bereits schon geschehn. Und als die Uhr schlug vier da klopft ... Weiterlesen ... ...

Einst ging ich am Rande der Donau entlang. Ein schlafendes Madel am Ufer ich fand. Ihr schneeweißer Busen war halb nur bedeckt. Sie hatte die Beine weit von sich gestreckt. Ich machte mich über die Schlafende her. Da hört sie das Rauschen der Donau nicht mehr. Du elender Jüngling was hast du gemacht? Du hast ... Weiterlesen ... ...

Einst ging ich am Ufer der Donau entlang O la la la Ein schwarzbraunes Mädel am Ufer ich fand O la la la Sie hatte die Beine weit von sich gestreckt Ihr schneeweißer Busen war halb nur bedeckt Da macht‘ ich mich über die Schlafende her Sie hörte das Rauschen der Donau nicht mehr Du ... Weiterlesen ... ...