Bremer Stadtmusikanten

Hildebrand

Camillo Hildebrand

| 1872

-> nicht zu verwechseln mit Hildebrandslied

Camillo Hildebrand wurde am 31. 1. 1872 in Prag geboren, wo Anton Dvorák am dortigen Konservatorium einer seiner Lehrer während des Musikstudiums war. Nach dem Studium ging er nach Frankfurt, wo er unter anderem Johannes Brahms begegnete. Später wurde er erster Kapellmeister in Heidelberg, Mannheim, Aachen und Mainz.  Von 1912 – 1919 dirigierte er das Philharmonische Orchester in Berlin. Nach dem ersten Weltkrieg war er zwei Jahre lang Operndirektor in Freiburg und ging dann wieder zurück nach Berlin. Der Kapellmeister Camillo Hildebrand war von 1928-1932 der künstlerische Leiter der Orchestervereinigung Berliner Musikfreunde e.V.

Er komponierte zu Beginn des Dritten Reichs zahlreiche Jubelstücke auf die neuen Machthaber wie „Brandenburgs S.A. sind wir“,  „Jungvolk marschiert“,  „Lied deutscher Mädchen (Hitlermädel)“  , „Lied der N.S. Frauenschaft“,  „Sturmlied der rheinischen S.A.“ etc…, alle im Verlag Nationalistisches Volksliederbuch. (Quelle: Music Division of the Library of Congress)

Darüber hinaus schuf er zahlreiche Chöre, Lieder, Orchesterstücke und auch  Symphonien. Im zweiten Weltkrieg verbrannten viele seiner Kompositionen.  Ende 1944 ging der Professor Camillo Hildebrandt nach Sonderhausen, wo er am 13. Januar 1953 hochangesehen  starb.

(Sondershäuser Heimat-Echo Nr. 12/04)

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"Hildebrand" im Archiv:

Ringel Ringel Rosenkranz (Leipzig, 1895)

Ringel Ringel Rosenkranz Fuchsschwanz Saß auf einer Weide Spann so klare Seide so klar wie ein Haar Spann wohl über sieben Jahr Sieben Jahr sind um und um Alte Hexe dreh dich um aus Leipzig , aufgezeichnet von Dr. Hildebrand , bei Mannhardt 513 , in: Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897)

Höret in kurzer Summen

Wahrhaftige neue Zeitung von dem mächtigen Aufstand der Bauren im Lande ob der Enns Höret in kurzer Summenich muß euch zeigen andie ihr da steht herummenihr Frauen und auch MannHerr Gott, ich thu dirs klagenden Jammer und große Nothwas sich hat zugetragenneulich in kurzen Tagenlaß dichs erbarmen Gott Im Ländlein ob der Enze fangt sich […]

Hei wie brüllen die Kanonen

Hei wie brüllen die Kanonen hei wie knattern die Gewehre und wie fegen die Schwadronen brausend übers Feld der Ehre Merke dir, Feinsliebchen mein herrlich ist´s Soldat zu sein Kugeln sausen, Schwerter blitzen vorwärts, vorwärts, Heldenscharen Laßt sie splittern, die Haubitzen deutscher Mut schwillt in Gefahren Merke dir, Feinsliebchen mein herrlich ist´s Soldat zu sein […]

Ich will zu Land ausreiten (Hildebrandlied)

Ich will zu Land ausreiten Sprach Meister Hildebrand Wer wird die Weg mir weisen Gen Bern wohl in das Land? Unkund sind sie geworden Mir manchen lieben Tag In zwey und dreyßig Jahren Frau Utten ich nicht sah Willt du zu Land ausreiten Sprach Herzog Amelung Was begegnet dir auf der Heiden? Ein stolzer Degen […]

Störtebecker und Gödeke Michael

Störtebecker und Gödeke Michael die raubten beide zu gleichem Teil zu Wasser und auch zu Lande bis daß es Gott im Himmel verdroß des mußten sie leiden große Schande. Störtebecker sprach sich allzuhand Die Wester-See ist mir wohl bekannt das will ich uns wol holen die reichen Kaufleut von Hamburg sollen uns das Gelag bezahlen. […]

Dähnhardt

O. Dähnhardt – Volkstümliches aus dem Königreich Sachsen , auf der Thomasschule gesammelt. 2 Hefte, Leipzig 1898 (Heft 2 mit einem Anhang: Volkstümliches aus dem Nachlasse von Rudolf Hildebrand )


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