Bremer Stadtmusikanten

Baumbach

Rudolf Baumbach

| 1840

Rudolf Baumbach, geboren am 28. September 1840 in Kranichfeld/Ilm und gestorben am 21. September 1905 in Meiningen, war in seiner Zeit ein bekannter Dichter. Von 1860 bis 1864 studierte er in Leipzig, Würzburg und Heidelberg, wo er auch promovierte. Er arbeitete als Lehrer in Brünn und Graz, später als Hauslehrer in Görz und Triest.

Am bekanntesten wurden „Hoch auf dem gelben Wagen“, eine Vertonung seinen Gedichts „Der Wagen rollt“ sowie die „Lieder eines fahrenden Gesellen“, erschienen 1878.

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"Baumbach" im Archiv:

Mein Thüringen aus dem ich schied

Mein Thüringen aus dem ich schieddir kligt mein Sang, dich grüßt mein LiedIch sing´s am fernem MeereSo weit der Erdengarten reichtkein Land dir, meine Heimat, gleichtan Wonne und an Ehre Du bist so lieb, du bist so trautUrahne bist du mir und Brautdu wunderschöne FraueDer Tannwalld ist dein Mantel gutder blaue Himmel ist dein Mantel […]

Wenn im Purpurschein blinkt der wilde Wein (Bremen)

Wenn im Purpurschein blinkt der wilde Weinund am Bach die Weide steht bereiftwenn die Zeitlos blüht, wenn die Drossel ziehtund ihr Scheidelied vom Schlehdorn pfeift Wenn in Wald und Feld laut der Bracke belltund das schlanke Reh verbluten muss;wenn die Haselmaus in ihr Winterhausschleppt die allerletzte Buchennuss Dann ade ihr Felder, Berge, FöhrenwälderPfarrer, Förster, Schultheiss, […]

Merkt auf ich weiß ein neu Gedicht – Wein her!

Merkt auf, ich weiß ein neu Gedichtvon einer hohen Schule,und wenn sie liegt am Neckar nichtso suchet sie in Thule!Dort schwingt den Becher jung und altdie Knaben, Männer, Greiseund tausendstimmig hallt und schalltdie alte hehre Weise:„Die Welt ist rund und muß sich drehnwas oben war, muß unten stehn!Wein her! Wein her! Wein her! Wein her! […]

Horch auf du träumender Tannenforst

Horch auf, du träumender Tannenforsthorcht auf, ihr blühenden Heckendu Specht am Stamm, du Falk im Horstihr Rehe in euren Versteckendu grüne Eidechs auf dem Steindu Eichhorn in den Zweigendas schönste Mädel Land aus Land eindas gab sich mir zu eigen Der eine brachte ihr Blumen dar mit seidenen Bändern umschlungenein anderer Steine und Perlen garein […]

Die Zither lockt die Geige klingt

Die Zither lockt, die Geige klingtjuchhe, im Dorf ist TanzDer Michel seine Liesel schwingtdie Grete schwingt der HansEin Mädel flink zu drehenist gar ein lustig Dingich mag nicht müßig stehenund springe in den Ring Des reichen Schulzen Kathreinist hochgemut und keckdes Müllers rundes Töchterleinist gar ein lieber SchneckDoch von den Mädchen allendie auf dem Plan […]

Der Römeradler hielt den Rhein

Der Römeradler hielt den Rheinin seinen starken Fängen,und Kaiser Probus baute Weinan allen Bergeshängen.Es streckten nach dem Schwertedie Hand die Deutschen ausund brummten in die Bärte:„Naus, ´naus, naus!“ Da sprach mit List die weise Fraubeim Fest der Sonnenwenden:„Geduld! Lasst erst den Rebenbaudas Römervolk vollenden.Füllt süsser Most die Schläuchemit gärbendem Gebraus,dann, Kinder, werft die Gäuche:‚Naus, ’naus, […]


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