Ich weiß ein teuerwertes Land (Hessen)

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Ich weiß ein teuerwertes Land
Mein Herz ist zu ihm hingebannt
Ich kann es nimmermehr vergessen
Das liebe Land der blinden Hessen

Nicht ist es sonnenreich und warm
An Gold und Silber ist es arm
Reich ist es nur an tausend Schmerzen
Und an der Treue Gold im Herzen

Wenn einstmals auf der weiten Welt
Die Treu der Klugheit räumt‘ das Feld
Sonst nirgend eine Ruhstatt hätte
Das Hessenland bleibt ihre Stätte

Ich wandre fremd in weiter Fern
Hätt’s aus dem Sinn geschlagen gern
Doch unabläßig singt mir leise
Das Heimweh seine schlimme Weise

Wo meiner Lieben Gräber stehn
Wo meiner Fulda Wellen gehn
Und dunkle stille Wälder säumen
Bin ich in Nacht- und Tagesträumen

Herr Gott, wen einst mein Leben stirbt
Und seine erste Ruh erwirbt
Laß mich in meiner letzten Wiegen
Daheim im Hessenlande liegen

Es rauschen dann in meine Ruh
Der Fulda Wellen immer zu
Als sänge mir die Mutter wieder
Die alten lieben Schlummerlieder

Text: Karl Altmüller (1861)
Musik: Johann Lewalter

"Ich weiß ein teuerwertes Land (Hessen)" in diesen Liederbüchern

Lieder und Sprüche für Unterricht Lager und Fahrt (1953)

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