Ich sing und spring und was ich tu

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Ich sing und spring und was ich tu
Niemand kann mich machen froh
Wenn ich gedenk der Hinnefahrt
Ach Scheiden, wie fällst du mir so hart
Ich kann dein nit vergessen

Daß ich ihr nit vergessen kann
Das nimmt mich ja kein Wunder
Es ist vergangen Jahr und Tag
Da ich in Buhlens Armen lag
Wohl an ihr‘ Brust gedrungen

Man sieht so manch fröhlich Gebärd‘
Wohl aus betrübten Herzen
Der seinen Buhlen meiden muß
Der leidt all solchen Schmerzen
ich trag in meinem Herzen

So will ich greifen ein freien Mut
Ich hoff, es soll noch werden gut
Und springn mit Freuden an diesen Tanz
Glück das kommt gegen dem andern Mai
Das geb uns Gott zu Gute!

Der allzeit mit den Heil’gen gaht
Der gut gut fröhlich singen
Wer seinen Buhlen zu Freunde hat
Der mag wohl tanzen und springen
Ach Gott! hätt ich den meinen

in: Frankfurter Liederbuch. 1582 Nr. 106.
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 499)

Liederthema:
Liederzeit: (1588)

Anmerkungen zu "Ich sing und spring und was ich tu"

Nach dem Frankfurter Liederbuch bei Uhland 40. Schon bei O. S. Harnisch, newe auserlesene teutsche Lieder. Helmstadt 1588 (mit Singnoten) Nr. 8, bloß 3 Strophen.

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