Holdes Schätzlein trag nicht Leid

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Holdes Schätzlein trag nicht Leid,
blicke nicht so trübe,
daß du nicht die einz´ge Maid,
die ich herzlich liebe.
Schau Studenten machen´s so,
lieben mehr als eine,
bin ich nicht mehr Studio,
lieb ich dich alleine

Gräm‘ dich nicht den ganzen Tag, daß wir gerne trinken,
daß ich dich nicht küssen mag, wenn die Gläser blinken.
Schau Studenten machen’s so, sitzen gern beim Weine;
bin ich nicht mehr Studio, lieb ich dich alleine

Wer nur eine einz’ge küßt bis zur Jahreswende,
und die andren nüchtern grüßt, der ist kein Studente.
Wer noch niemals trunken war, hat noch nie studieret,
wenn er auch so manches Jahr ins Kolleg marschieret

Willst du mal ein Mädel frein, das recht jung und nett ist,
schau die erst die Mutter an, ob sie nicht zu fett ist.
Denn die Figur von der Mama wird dir zum Verräter,
so sieht deine Alte aus, zwanzig Jahre später.

Text: Verfasser unbekannt – nach dem Originaltext von August Schnetzler (1828)
Musik: Melodie von „Gold und Silber lieb ich sehr“

Liederthema: ,
Liederzeit: vor 1900 : Zeitraum:
Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: Gold und Silber lieb ich sehr ist ein Lied nach einem Text von August Schnetzler (1828) mit einer Melodie von Friedrich Hieronymus Truhn (1843). Vielfach nachgedichtet und parodiert. Weitere Vertonungen existieren, z.B. von Wilhelm Neveling ? Häufig in Gebrauchsliederbüchern und Kommersbüchern seit 1843 abgedruckt, in Liederbüchern der bündischen Jugend und des Wandervogel sowie in modernen Wanderliederbüchern. Im ersten Weltkrieg auch „Brot und Frieden hätt ich gern“ und „Meine Heimat lieb ich sehr“