Bremer Stadtmusikanten

Für Recht und Freiheit bin ich gefangen

Für Recht und Freiheit bin ich gefangen
für Recht und Freiheit bin ich gefangen
In tiefen Kerkern sperrt man uns ein
warum muß ich gefangen sein

Die schlechten Speisen, die soll ich essen
die schlechten Speisen, die ich nicht mag
Heut ist es schon der vierte Tag
wo ich noch nichts gegessen hab

Und vor den Richter da soll ich treten
drei Vaterunser, die soll ich beten
Drei Vaterunser, die bet ich nicht
ich schau dem Tod ins Angesicht

Am andern Morgen, es war beim Dämmern
hört man die Henker am Schafott hämmern
Sein Blut floß strömend wohl in den Sand
leb wohl mein treues Sowjetland

Ach liebe Mutter, ach lieber Vater
ach liebe Schwester, ach lieber Bruder
wacht eure Hände in meinem Blut
damit ihr wisst, wie weh das tut

Auf Proletarier ihr breiten Massen
die Schwarz-Weiß-Roten müßt ihr hassen
Wißt ihr, wer hier ermordet ist?
Es war ein junger Rotgardist

Text: Verfasser unbekannt – Musik: nach dem Schinderhannes – Lied aus dem 19. Jahrhundert
nach der verlorenen Revolution und dem Kapp-Putsch viel gesungen
So von Erich Wieland im Gefängnis Lehrter Strasse 1934 gesungen
in: Lieder aus faschistischen Konzentrationslagern (1962)

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Liederthema: Gefangenenlieder | Lieder aus Konzentrationslagern
(1934)
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