Du hast mich sollen nehmen

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Du hast mich sollen nehmen

Du hast mich sollen nehmen
Ja, wann der Sommer käm
Nun ist der Sommer kommen
Du Hast mich nicht genommen
Ach, Lieber, nimm mich noch
Ach Lieber, nimm mich noch.

Ach Meidlein jung von Jahren
Verzeuch nur noch ein Zeit
Es kann dir widerfahren
Kein Fleiß will ich nit sparen
Auf daß du werdst erfreut
Zu dieser Sommerzeit.

Ach wöll uns Gott bescheren.
Da wölln wir bitten nun
Dass wir in Zucht und Ehren
Uns mögen zsammen kehren!
Das Hab ich ihr gemacht
Da ich ritt auf der Jagd

Text und Musik: Verfasser unbekannt
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 552a „Vertröstung“)

„Ich halte das Gedicht für wirkliches Volkslied. Die Melodie ist schon 1577 vorhanden und als Tanz bearbeitet, also nicht von Regnart 1580 komponiert.“ (Böhme, im Liederhort)

Anmerkungen zu "Du hast mich sollen nehmen"

Die erste Strophe lebt noch im Munde des Volks (s. vorige Nr.). —

"Du hast mich sollen nehmen" in diesen Liederbüchern

Text in: „Newe kurtzweilige Teutsche Lieder mit 5 Stimmen . . . durch Jacobum Regnart‘, Nürnberg 1580, Nr. l. Daher Hoffmann, Gesellschaftslieder, Nr. 44. Bei Goedeke- Tittmann S. 14 nach der Ausgabe von 1586. —

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