Ach wie reuet mich mein Leben

Die Treulose

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Ach wie reuet mich mein Leben
Weil ich treu geliebet Hab
Ob es jetzt schon ist vergebens
Hab ich doch das mein‘ getan.

Aber du bist untreu worden
Liebster Schatz, gedenk daran
Dass du hast die Treu gebrochen
Ich bin keine Schuld daran

Ja ich leid es mit Geduld
Und ich schäm mich nicht darum
Eine Andre kann mir werden
Weil ich dich doch nicht bekumm

Es kann mir’s kein Mensch verdenken
Weil ich ganz ein Andre lieb
Es tut mich zwar herzlich freuen
Weils noch viele Jungfern gibt.

Du wirst noch an mich gedenken
Was du zu mir hast geredt
Es tut mich zwar herzlich kränken
Doch bleibe ich nicht allein.

Jetzt bin ich nicht mehr gebunden
An dich, mein herzlieber Schatz
Alle Liebe ist verschwunden
Jetzt gib ich dir gute Nacht.

Gute Nacht zu jeder Frist
Weil du einem Andern bist
Gib ich dir den letzten Blick
Gute Nacht, ich wünsch dir Glück

Aus dem Elsaß: Liederbuch von 1855 zu Metzeral im Kreis Colmar.
Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 687 ohne Melodie)

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