Den lieben langen Tag führ ich ein stete Klag

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Den lieben langen Tag
führ ich ein stete Klag
Und wann ich dann soll schlafen
So gibt mirs noch zu schaffen
Solch großen Schmerz und Peine
Gibt mir die Liebe meine

Du liebes Liebelein
Wer wollt dir doch Feind sein?
Du bist wohl wert der Ehre,
Daß dich ein großer Herre
So herziglichen liebe
Als ich gegen dir mich übe

Gedenk der Seufzer groß
Die mich ohn Unterlaß
An Leib und Herz krank machen!
Vielleicht tust du nur lachen
Wenn ich so streng tu klagen
Daß ich kein Wort kann sagen.

Doch laß ich drumb nicht ab
Von dir, dich stets lieb Hab
Als den Trost meines Herzen
So mir benimmet Schmerzen
Du wirst einmal in Ehren
Mich meiner Lieb gewähren

Text: aus: „Theatrum Amoris“, 1613.
in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 494)

Anmerkungen zu "Den lieben langen Tag führ ich ein stete Klag"

Aus: „Theatrum Amoris“, 1613: „Newe, Teutsche. Amorsische Gesäng, mit schönen lustigen Texten …. mit 5 und 6 Stimmen componiert, und in Druck verfertigt durch Johannem Andream Autumnum (Herbst), Noribergensem. Gedr. zu Nürnberg, bey Georg Leopold Fuhrmann. 1613 (Lied Nr. 4 daselbst)

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