Dem Ewgen unsre Lieder

Dem Ewgen unsre Lieder
Was auch das Herz bewegt
Vertraut, vertraut, ihr Brüder
Dem der die Welten trägt
Er lässt wohl Blätter sterben
Und Sonnen sich verglühn
Doch keins lässt er verderben
Neu soll es auferblühn

Wenn Winterstürme schrecken
Und starrer Frost gebeut
Lässt er die Erde decken
Mit seinem weißen Kleid
Und unter warmer Hülle
Gleich wie ein Mutterschoß
Da schläft in tiefer Stille
Sich Gras und Blüte groß.

Und ist der Mai erschienen
Dann bricht so frisch hervor
Mit jungen Unschuldsmienen
Zahlloser Lebens-Chor
Der ruft in tausend Freuden
Uns tief zum Herzen ein
‚Was zagst du doch im Leiden?
Gott muss die Liebe sein!‘

Text und Musik: G. W. Fink (1811)
auch auf die Melodie: Befiehl du deine Wege von 1676
in Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895)

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