Am Golf von Biscaya ein Mägdelein stand

Soldatenlieder | | 1937

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Am Golf von Biscaya ein Mägdelein stand.
Ein blonder Matrose hielt sie bei der Hand.
Sie klagt´ ihm ihr Schicksal; ihr Herz war so schwer.
Sie hatt´ keine Heimat, kein Mütterlein mehr.

„Fahr‘ mich in die Ferne, mein blonder Matrose!
Bei dir möcht‘ ich sein, auch im Wellengetose.
Wir gehören zusammen wie der Wind und das Meer.
Von dir mich zu trennen, ach! das fällt mir so schwer.“

„Der Vater, die Brüder, auf kämpfendem Schiff‘,
Zerschellten, im Sturme, am felsigen Riff.
Vor Gram starb darüber mein lieb Mütterlein.
Nun steh‘ auf der Welt ich verlassen, allein.
Fahr‘ mich in die Ferne, mein blonder Matrose!…

Es rauschten die Wellen ihr uraltes Lied.
Zwei Herzen war’n selig in Liebe erglüht.
Die Stunden vergingen. Es war wie ein Traum.
Da flüstert‘ sie leise – man hörte es kaum:
Fahr‘ mich in die Ferne…

„Hörst du die Sirene? Die Pflicht ruft mich fort.
Komm‘ mit, teu’res Mädchen; wir müssen an Bord!
Es blühen die Reben am lieblichen Rhein;
Dort wird für uns beide die Heimat nun sein.“
Fahr‘ mich in die Ferne…

Text und Musik: Jakob Pfeil 1937
Die sentimentale Verlogenheit dieses Schlagers führte zu der einen oder anderen Parodie. Unter manchen Senioren ist heute noch beliebt:

Am Golf von Biscaya
ein Mägdelein stand.
Die Hose zerrissen,
das Hemd in der Hand…

Fahr’ mich in die Ferne,
mein blonder Matrose,
bei Dir möchte ich sein ohne Hemd, ohne Hose.
Wir gehören zusammen
wie Benzin und Motor….

Vergleiche die Version der Kölner Edelweißpiraten

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