Als Heinrich jung geboren ein Pate ward gesucht

Balladen | | 1841

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Die Noten zu "Als Heinrich jung geboren ein Pate ward gesucht":



Als Heinrich jung geboren
Ein Pate ward gesucht
Der Vater fand auf der Straßen
Wohl einen Knaben jung
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Der Knab ließ sich erbeten
Er wollte Pathen stehn
Er gab dem Kind zum Geschenke
Ein Rößlein jung und schön
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Der Knabe war kein Andrer
Als wie der heilige Christ
Doch keiner war zugegen
Der solches merkt und wüßt
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Jung Heinrich wuchs in die Höhe
Der Vater und Mutter Freud
Er wollte daheim nicht bleiben
Er wollte ziehen weit
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Er setzte sich auf das Rößlein
So ihm der Knab verehrt
Das war sich unter Brüdern
Ein halbes Königreich werth
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Kam durch den Wald geritten
Wo er recht auf dem Pfad
Fand eine schöne Feder
Aus einem Pfauenrad
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Die Feder wollt er nehmen
Sie war so schön und bunt
Das Rößlein that da sprechen
Ach laß sie auf dem Grund
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Der Knabe ritt da weiter
Bis hin an einen Bach
Wo eine schönere Feder
Noch auf der Erden lag
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Die Feder wollt er nehmen
Sie war so fein so bunt
Das Rößlein that da sprechen
Ach laß sie auf dem Grund
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Der Knabe ritt noch weiter
Bis hin an einen Berg
Da lag die schönste Feder
Wohl von der ganzen Welt
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Die Feder wollt er nehmen
Sie war so schön so bunt
Das Rößlein that da sprechen
Ach laß sie auf dem Grund
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit —

Der Knabe wollt nicht hören
Er trug gar frischen Muth
Er nahm vom Grund die Feder
Und stach sie auf den Hut
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Das Rößlein sprach da traurig
Weh was hast du gethan
Du wirst in wenig Tagen
Gar schwer gedenken daran
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Der Iüngling ritt von dannen
In eine prächtige Stadt
Die Bürger auf den Straßen
All trugen schöne Wadd
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Die brachten eine Krone
Auf einem Kissen fein
Nimm hin du edler Iüngling
Sollst unser König seyn
Gelobt sey Gott der Herr bis in Allewigkeit

Text und Musik  : anonym – vom Niederrhein –
Als “Das Patengeschenk” In Deutsche Volkslieder mit ihren Original-Weisen (1841 , Band II)

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