Und die gelben Fluren nieder taumelt welk der Schmuck der Bäume herbstlich öde und verlassen ruh´n des Friedhofs stille Räume nur in einer kleinen Ecke, drüber rankt die Trauerweide kniet ein Weib mit bleichen Zügen und in ärmlich dunklem Kleide Ihr Hände sind gefaltet, ihre Lippen beben leise und von ihren Wimpern tropfen reiche Tränen, ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1896


Wenn du, ermattet von des Tages Lasten vernimmst der Feierstunde Glockenschlag hinsinkst, auf kurze Stunden auszurasten bis wieder dich zum Frohndienst weckt der Tag wenn deines Geistes immer reges Schaffen zum Freiheitstempelbau der neuen Zeit trägt Stein´ auf Steine ohne zu erschlaffen und kaum die Nacht die kurze Ruhe beut Dann ist dir, Mann der ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1896


Rot schaut das Banner auf uns nieder wir grüßen´s mit erhobener Hand und heller schmettern unsere Lieder die Welt ist unser Vaterland Rot ist der Zorn, der in uns glutet Rot ist der Haß, der uns durchdringt und rot das Blut, das uns durchflutet um uns ein Band, ein festes schlingt Wir wollen männiglich verfechten ... Weiterlesen ... ...

Lieddichter:
Liederzeit: , | 1896


Herr Wirt bring uns Wein auf den Tisch vom Wandern sind wir müde vor allem aber kühl und frisch der Rebstock steht in Blüte ein reicher Herbst steht vor dem Tor so will es uns bedünken da wär es passend noch zuvor den Alten wegzutrinken Rasch schenk ein wir müssen in die Ferne Es treibt ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1896


Brüder reicht die Hand zum Bunde diese schöne Feierstunde sei dem großen Ziel geweiht Nach der Freiheit laßt uns streben aus dem Staub uns zu erheben kämpfen für Gerechtigkeit Reichlich spendet ihre Gaben die Natur, es können laben sich die Menschen allesamt Alle Menschen auf der Erden sollen froh und glücklich werden keiner sei zur Not verdammt ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1896


Ihr Männer all , ob euch der Kittel ob euch die blaue Bluse schmückt In euren Händen ruht das Mittel zu ändern, was euch schwer bedrückt Reicht euch die Hand, schließt euch zusammen zu einem großen Bruderbund und über´´s ganze Erdenrund wird wie ein Blitz die Losung flammen: Gebt den Achtstundentag! verkürzt der Arbeit Plag! Zum ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1896


Bierburg war ein schönes Städtchen wegen seiner holden Mädchen war´s bekannt so fern und nah und der Geister Capua nannten es die Dichter Drinnen wohneten die reichen Börsenmäkler und dergleichen Draußen aber rundherum gab´s viel schwarzes Publikum zwischen den Fabriken Ganz besonders abendnächtig war die Gegend dort verdächtig Ganze Haufen konnt´ man sehn schimpfend stets ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1896


So lang noch steuerfrei hienieden das Schönste, was die Erde hat bin ich mit meinem Los zufrieden und habe diese Welt nicht satt Dem Staate geb ich keine Zölle für Mondenschein und Sonnenlicht Ich frag den Teufel nach der Hölle und in den Himmel will ich nicht Ein schönes Aug´ kann michberücken wie bannt die ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1896


O Maientag Fest sonder gleichen das Millionen heut´ begehn Seht, wie der Arbeit heil´ge Zeichen in allen Landen purpurn wehn Sie sollen rings die Völer mahnen die Arbeit will Gerechtigkeit Ihr müßt den Weg zum Sieg ihr bahnen im Geiste einer neuen Zeit Wie stolz man die Kultur bewundert die immerwährend emsig schafft und unserm eisernen ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1896


Verstummt Ihr Engel und Ihr Hirten verstummt, ihr trägen Litanei´n Eh nicht gelöst der Völker Bürden kann Frieden nicht auf Erden sein Wie könnten Freudenlieder schallen wo Unterdrückung herrscht und Not Ein solcher Sang, er wär ein Spott den Menschen wär´s kein Wohlgefallen Auf Proletariat auf, rüste dich zur Tat zur Wahl! Zur Wahl! Zum ... Weiterlesen ... ...

Liederzeit: | 1896