Bremer Stadtmusikanten

Vier Brüder gehn jahraus jahrein (Jahreszeiten)

Allgemein | | 1837 |

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Vier Brüder geh´n jahraus, jahrein
im ganzen Jahr spazieren;
doch jeder kommt für sich allein,
uns Gaben zuzuführen.

Der Erste kommt mit leichtem Sinn
in reines Blau gehüllet
streut Knospen, Blätter, Blüten hin
die er mit Düften füllet

Der Zweite tritt schon ernster auf
mit Sonnenschein und Regen
streut Blumen aus in seinem Lauf
der Ernte reichen Segen

Der Dritte naht mit Überfluss
und füllet Küch´ und Scheune
bringt uns zum süßesten Genuss
viel Äpfel, Nüss und Weine

Verdrießlich braust der Vierte her
in Nacht und Graus gehüllet
zieht Feld und Wald und Wiesen leer
die er mit Schnee erfüllet

Wer sagt mir, wer die Brüder sind
die so einander jagen?
leicht rät sie wohl ein jedes Kind
drum brauch ich´s nicht zu sagen

Text: Karoline Stahl (1776 – 1837)
Nach diesem Gedicht wurde ein Lied für Kinder geschrieben.

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