Bremer Stadtmusikanten

Morgen geht es lieber Schatz zu Felde

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Morgen geht es lieber Schatz zu Felde
Hole mir den Landsturmpack
In den Beutel etwas hartes Gelde
Eine Nelke an den Königsfrack

Denke nicht, ich scheide heut´ für immer
weil die Sonne rot herein
flammt in unser altes trautes Zimmer
denk es nicht und laß das Weinen sein

Weine nicht! Komm bring mir frische Socken
steck zwei Hemden und den Rauchtabak
und ein Haar aus deinen lieben Locken
stecke alles in den Schultersack

Lebe wohl, und laß als Schwur dir sagen
daß es dieser Feinde Brut
an den Kragen geht, an den Kragen
und wir im Sieg berauschen unser Blut

Lebe wohl und halt die Tür mir offen
Hüte auch das Kellerfaß
bis der Feind ins rote Herz getroffen
und sein Vetter liegt im frischen Gras

Glaube, Liebste, an ein ewig Leben
glaube an ein Wiedersehen
Schön´res kann´s bei Gott ja nimmer geben
als in Not für´s Vaterland zu stehn

Text: Wilhelm Schuffen –
Musik: ohne Angabe
in Weltkriegs-Liedersammlung (1926)


Liederthema: Kriegspropaganda
Liederzeit: (1914)
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