Liederlexikon: Trutznachtigall

| | 1649

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Die „Trutznachtigall oder geistlich-poetisch Lustwäldlein“, eine kunstvoll zusammengestellte Sammlung von 52 geistlichen Gesängen verfasst von Friedrich von Spee , erschien posthum im Jahre 1649 bei Wilhelm Friessem in Köln . “In ihr zeigt sich Spee als sehr eigenständiger und origineller barocker Dichter, dem es nach eigenem Bekunden um nichts anderes geht, als dass Gott auch in deutscher Sprach seine Poeten hätte, die sein Lob und Namen ebenso künstlich als andere in ihren Sprachen singen und verkünden können. Spee erweist sich darin als poeta doctus, der formal an die antike Schäferlyrik anknüpft, deren heidnische Bildsprache jedoch in den motivischen Zusammenhang einer theologisch bzw. christologisch akzentuierten, geistlichen Passionslyrik überführt. Spee gilt seit seiner Wiederentdeckung während der deutschen Romantik als der bedeutendste katholische Dichter des deutschen Barock. Seine Bildsprache und die dem modernen Leser fremde Tradition der Schäferdichtung können den Zugang heute jedoch erschweren.” (wikipedia)



"Trutznachtigall" im Archiv:

In stiller Nacht

In stiller Nacht, zur ersten Wacht ein Stimm´ begunnt zu klagen, der nächt´ge Wind hat süß und lind zu mir den Klang getragen von herbem Leid und Traurigkeit ist mir das Herz zerflossen, die Blümelein, mit Tränen rein hab’ ich sie all’ begossen. Der schöne Mon’ will untergon, für Leid nicht mehr mag scheinen, die Sternelan ihr Glitzen stahn, mit

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