Liederlexikon: Treichel

| 1970

Der Rittergutsbesitzer Alexander Treichel (1837–1901) hatte sich bereits während seines Jurastudiums in Berlin ausgiebig mit Naturwissenschaften, Zoologie, Vor- und Frühgeschichte sowie Volkskunde beschäftigt. Er war ein aktives Mitglied vieler wissenschaftlicher Vereine, insbesondere der von Rudolf Virchow geleiteten Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Nach seiner Rückkehr nach Westpreußen und der Übernahme des Gutes Hochpaleschken widmete er sich völlig seinen Neigungen und entfaltete eine überaus fruchtbare Forschungs- und Publikationstätigkeit auf den Gebieten der Botanik, Archäologie und Ethnologie. Er befasste sich mit Volksbotanik, lokalen Sagen, Volksglauben und Brauchtum, sammelte Lieder und Schwänke, interessierte sich für bäuerlichen Hausbau und religiöse Volkskunde. So konnte Alexander Treichel die volkstümliche Kultur einer ganzen Region beispielhaft dokumentieren. (Quelle)


Von Alexander Treichel sind erschienen:



  1. Volkslieder und Volksreime aus Westpreußen (Danzig 1895)

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