Liederlexikon: Karneval

| 1970

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In Deutschland ist der Begriff Karneval erstmals Ende des 17. Jahrhunderts, im Rheinland erstmals im Jahr 1728 nachweisbar. Karneval sagt man hauptsächlich nördlich der Linie Bonn-Erfurt , in Sachsen und Brandenburg heisst es auch Fasching.  Das Wort Fasching taucht sonst nur im Süden auf, etwa seit dem 13. Jahrhundert. Es leitet sich von Fastenschank ab, also dem letzten Ausschank alkoholischer Getränke vor der damals Fastenzeit.
Heute bezeichnet man die “Fünfte Jahreszeit”  Karneval, Fastnacht, Fasnacht oder Fasching die Zeit vor dem Aschermittwoch, wo in Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und überschäumender Lebensfreude gefeiert wird. Die Karnevalsbräuche haben sich in den zahlreichen Karnevals-, Fastnachts- und Faschingshochburgen mit spezifischen Eigenarten entwickelt. Lokalpatriotismus spielt dabei eine große Rolle, aber auch die Verhöhnung der jeweiligen Machthaber zu Beginn des 19. Jahrhunderts.  Verspottete man in Mainz die Franzosen, so konnten in Köln die Preußen straffrei verballhornt werden, die nach dem Wiener Kongress das Rheinland und Westfalen annektiert hatten.
( Wikipedia)


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Vun dä Plätz, de he zo Köllen angelaht Eß un bliev dä schönsten doch dä Aldemaat We steit medden drop su stramm dä Jan vun Wäth, Steit de Bein sich en der Liev, weil leider ohne Pääd; Unger sitz dä kölschen Boor, Un de Jumpfer op der Loor, Un dä Gabbeck, wann de große Ohr erklingk, Op däm Platz de

Joseph Roesberg

Johann Joseph Roesberg gilt als der erste bedeutende Kölner Volkssänger. Er wurde am 31. August 1824 in Köln geboren, wo er am 23. Juli 1871 auch starb. Er schrieb über 60, vorwiegend kölsche Milieulieder. Für den Kölner Karneval verfasste er Lieder mit mundartlichen Texten über stadtgeschichtliche Ereignisse, die unter anderem durch die Interpretation seines Freundes Johann Joseph Palm, genannt Urjels-Palm,

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