Bremer Stadtmusikanten

Feinde ringsum

| 1791

“Feinde ringsum! Feinde ringsum!” ist ein Gedicht von Carl Gottlob Cramer, das er 1791  in dem Roman  „Hermann von Nordenschild, genannt Unstern“, der als Anhang und Nachtrag zu „Der deutsche Alcibiades“, Leipzig 1790–1791, mit einer Notenbeilage veröffentlichte.  Der Komponist ist Karl Ludwig Traugott Gläser (1747-1797). Cramers Lied wurde viel gesungen und findet sich in fast allen Kommers- und Liederbüchern. Nach diesem Lied schrieb der Pfarrer Johann Heinrich Christian Nonne am 18. Oktober 1814, dem Jahrestag der “Völkerschlacht bei Leipzig”, das völkisch pathetische „Flamme empor“, was nun wiederum etlichen germanischen Waffenliedern als Vorbild und Rechtfertigung diente.

Feinde ringsum, so sangen sie schon 1813, 1871 und mehr 1914 und dann 1939 – von Generation zu Generation dieser Verfolgungswahn, der dann zu den furchtbaren Weltkriegen führte. Da schwellen die Knospen, gemeint sind Kinder, um im aufkommenden Weltreich zu sterben – für die “Freiheit” wessen?

„Und bekommt man nun eins dieser Cramerschen Geisteswerke zur Hand so ist in Wahrheit alles so ungeschlacht und täppisch, so knabenmäßig albern, daß man annehmen sollte, es habe kaum der simpelste Dummkopf an solchem Schunde Gefallen finden können. Unbegreiflich erscheint es heute, wie nur einer jener von unserem Autor geschmähten Rezensenten ihm neben seinem Tadel das versüßende Zugeständniß machen konnte, daß Herr Cramer unverkennbar ein natürliches nicht geringes Talent zu Arbeiten dieser Art besitze und wie er zu dem Ausspruch kam, Cramer zeige eine seltene reichhaltige Ader von Dichtungskraft, lebhafte Phantasie, eine unversiegbare Quelle von neuen Compositionen, einen ansehnlichen Schatz von praktischer Lebensweisheit, Hausmoral und Philosophie“. (Bremer Sonntagsblatt: Organ des Künstlervereins, Band 6, 1858)

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Feinde ringsum im Archiv:

Feinde ringsum

Feinde ringsum, Feinde ringsum! Um diese zischende Schlange Vaterland, ist dir so bange? Bange, warum? Bange, warum? Zittre du nicht, Zittre du nicht! Hörst in unsinnigem Rasen du die Trompete sie blasen? Zitter du nicht! Zitter du nicht! Zittern? wofür? Zittern? wofür? Daß sie mit Schaudern und Schrecken deine Gefilde bedecken? Sind wir doch hier! Sind wir […]

Lieder aus dem 18. Jahrhundert

Lieder aus dem 18. Jahrhundert Weit über 500 Lieder aus dem 18. Jahrhundert im Volksliederarchiv.  Darunter Lieder aus der Zeit der französischen Revolution von 1789 und die erste Fassung der späteren Kaiserhymne „Heil dir im Siegerkranz“. Volkslieder 18. Jahrhundert Volkslieder aus dem 18. Jahrhundert von A-Z. Volkstümliches 18. Jahrhundert Volkstümliche Lieder aus dem 18. Jahrhundert […]

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„Flamme Empor“ ist ein Lied, das der Pfarrer Johann Heinrich Christian Nonne am 18. Oktober 1814, dem Jahrestag der „Völkerschlacht bei Leipzig“ auf die Melodie des etwa 20 Jahre älteren  “Feinde ringsum” schrieb. Das Lied beschwört die Wachfeuer am Rheinufer, die nach dem Sieg gegen die Truppen Napoleons gegen den „Erbfeind“ Frankreich gerichtet waren. Das Lied wurde […]

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