Liederlexikon: Alfred Zschiesche

| 1908

Alfred Zschiesche (*22.02.1908 in Wiesbaden; † 26.02.1992 in Trippstadt / Pfälzerwald) ist vor allem bekannt durch sein Fahrtenlied „Wenn die bunten Fahnen wehen“ (1932).  Zschiesche war aktiv im Nerother Wandervogel, (Fahrtenname alf); nach dem Verbot der Bündischen Jugend 1933 kam er wegen „bündischer Umtriebe“ vier Wochen ins Gefängnis (es genügte, mit einer Gruppe, die nicht der HJ angehörte, auf Fahrt zu gehen.). Noch bis ins hohe Alter war er als außerdem als Schriftsteller, Fotograf und Zeichner aktiv. Eines seiner letzten Lieder „Hinaus, hinaus, aus engem Haus“ ist 1982 im auflagenstärksten deutschen Liederbuch Die Mundorgel (bis 2014 über 11 Millionen) zu finden.

Der Komponist zahlreicher Lieder u.a. „Auf vielen Straßen dieser Welt“ hat auch eigene Texte vertont wie „Wenn das Feuer hell und heiß lodert auf den Flammen“, „Der lang genug hat mit Bedacht des Hauses Haft ertragen“, „Stille Tage wilde Nächte“, „Wo wollt ihr hin, ihr tollen Jungen“ oder „Auf, auf , ihr Fahrtgesellen“. Lieder, die heute vorwiegend in den Nachfolgeorganisationen der Jugendbewegung gesungen werden.  (Georg Nagel, Hamburg, Quellen: Scout-o-wiki, www.deutscheslied.com , Wikipedia)

    Alfred Zschiesche im Archiv:

  • Schließ Aug und Ohr für eine Weil
    Katholisches Jugendlied , u.a. so gesungen bei der religiösen Jugendtagung in Altenberg Ostern 1940 (Quelle) „Schließ Aug und Ohr“ galt während der NS-Zeit als eine Art „Besinnungslied“ unter den verbotenen und damit illegalen Jugendgruppen. Der Text stammt von dem jüdischen Dichter und Literaturwissenschaftler Friedrich Gundolf...
  • Weiße Schwalben sah ich fliegen
    Weiße Schwalben sah ich fliegen. Schwalben schnee- und silberweiß. Sah sie sich im Winde wiegen, In dem Winde hell und heiß Bunte Häher sah ich hüpfen. Papagei und Kolibri Durch die Wunderbäume schlüpfen In dem Wald der Tusferi. Große Raben sah ich flattern. Dohlen schwarz und dunkelgrau Nah am Grunde über Nattern Im verzauberten Gehau. ... Weiterlesen ...
  • Wenn die bunten Fahnen wehen
    Wenn die bunten Fahnen wehen, geht die Fahrt wohl übers Meer. woll´n wir ferne Lande sehen, fällt der Abschied uns nicht schwer. Leuchtet die Sonne, ziehen die Wolken, klingen die Lieder weit übers Meer. Sonnenschein ist unsre Wonne, wie er lacht am lichten Tag! doch es geht auch ohne Sonne, wenn sie mal nicht lachen ... Weiterlesen ...