Liederlexikon: Zschiesche

| 2016

Alfred Zschiesche (*22.02.1908 in Wiesbaden; † 26.02.1992 in Trippstadt / Pfälzerwald) ist vor allem bekannt durch sein Fahrtenlied „Wenn die bunten Fahnen wehen“ (1932).  Zschiesche war aktiv im Nerother Wandervogel, (Fahrtenname alf); nach dem Verbot der Bündischen Jugend 1933 kam er wegen „bündischer Umtriebe“ vier Wochen ins Gefängnis (es genügte, mit einer Gruppe, die nicht der HJ angehörte, auf Fahrt zu gehen.). Noch bis ins hohe Alter war er als außerdem als Schriftsteller, Fotograf und Zeichner aktiv. Eines seiner letzten Lieder „Hinaus, hinaus, aus engem Haus“ ist 1982 im auflagenstärksten deutschen Liederbuch Die Mundorgel (bis 2014 über 11 Millionen) zu finden.

Der Komponist zahlreicher Lieder u.a. „Auf vielen Straßen dieser Welt“ hat auch eigene Texte vertont wie „Wenn das Feuer hell und heiß lodert auf den Flammen“, „Der lang genug hat mit Bedacht des Hauses Haft ertragen“, „Stille Tage wilde Nächte“, „Wo wollt ihr hin, ihr tollen Jungen“ oder „Auf, auf , ihr Fahrtgesellen“. Lieder, die heute vorwiegend in den Nachfolgeorganisationen der Jugendbewegung gesungen werden.  (Georg Nagel, Hamburg, Quellen: Scout-o-wiki, www.deutscheslied.com , Wikipedia)