Ich weiß mir ein ew’ges Himmelreich

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Ich weiß mir ein ew’ges Himmelreich

Ich weiß mir ein ew’ges Himmelreich
das ist ganz schön gebauet
nicht von Silber noch rotem Gold
mit Gottes Wort gemauret

Darinnen wohnet Gottes Sohn
das Jesus Kindlein fromme
zu welchem all meine Hoffnung steht
bis das ich zu Ihm komm

Ein arm’r Pilgrim bin ich genannt
muss wandern meine Straßen
wohl in das ewig Vaterland
bitt, wollst mich nicht verlassen

Du bist erlöst mit dem Blut mein
ich hab dich lieb von Herzen
trag nur Geduld im Leiden dein
will wenden deine Schmerzn

Wann du bist fromm und brauchst bei Zeit
die heil’gen Sakramenten
all deiner Sünd und Missetat
will ich nicht mehr gedenken

Wann du gleich bist von jederman
verlassen hie auf Erden,
will ich auf deiner Seiten stahn
dein Trost und Zuflucht werden

Weinen, das war mein erste stimm‘
mit Wein’n war ich geboren
mit Wein’n trägt man mich wieder hin
den Würm‘ zur Speis erkoren

Doch weiß ich, das dieser mein leib
im Grab nicht werd‘ bleiben
am jüngsten Tag von Engeln schon
erweckt zur ew’gen Freuden

Das woll uns helfen Jesum Christ
Der für uns ist gestorben
und uns durch seinen bittern‘ Tod
das Himmelreich erworben

Lasst uns preisen all‘ zugleich
den Herren all zusammen
für seine große Gütigkeit
durch Jesum Christum , Amen

Text: Verfasser unbekannt
Musik: Es liegt ein Schloß in Österreich
Speer Choralgesangbuch (1692) — Deutscher Liederhort I (1893, Nr. 61 a (ohne Text), Melodie E

Liederthema:
Liederzeit: vor 1612 : Zeitraum:
Geschichte dieses Liedes:

Zur Geschichte dieses Liedes:

Parodien, Versionen und Variationen: „Es liegt ein Schloß in Österreich“ ist ein durch die Jahrhunderte viel gesungenes Lied von einem Schloß aus Zimt und Nelken, später aus Marmor, Silber und rotem Gold. Schon im elften Jahrhundert heisst es in einem Weihnachtslied: „In himelrich ein hûs stât / ein guldin wec dar in gât ... weiter lesen

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Anmerkungen zu "Ich weiß mir ein ew’ges Himmelreich"

Unsere Ballade fand zu Anfang des 17 Jahrhunderts geistliche Umdichtung, diese hat auf einem fliegenden Blatt von 1612 die Angabe : Im Ton „Es liegt ein Schloß in Oesterreich“, WK 5 S. 478. Auch steht dasselbe Lied im Nürnbergischen Gesang Buch 1690 S. 1206 ohne Melodie mit der Angabe In eigener Melodey