Bremer Stadtmusikanten

Gottlob nun ist die Nacht verschwunden

Gottlob nun ist die Nacht verschwunden
Die Finsternis ist überwunden
Das Licht des Himmels triumphiert
Das Erdreich das die dunkeln Schatten
Mit ihrer Macht umgeben hatten
Steht mit der Sonne Gold geziert

Wach auf wach auf mein Geist und singe
Dem Vater aller Geister bringe
Lob Ehre Dank und Kraft und Macht
Erkenne seine Huld und Treue
Die alle Morgen sich aufs neue
Ausbreitet und dich stets bewacht

O daß doch mit der äußern Erde
Mein Innerstes auch lichte werde
O daß mein Herz ein Himmel wär
Ein Firmament daran die Sonne
Mein Jesus meines Geistes Wonne
Erglänzte zu des Schöpfers Ehr

O daß der finstern Nacht Geschäfte
Durch dieser Sonne neue Kräfte
Entschwänden ganz aus meinem Sinn
Mein Geist sich stets zum Licht erhübe
O daß die Allmacht ihrer Triebe
Mich führte zu ihr selber hin

Dies ist mein Wunsch und mein Begehren
Du Vater wollst mir das gewähren
Sprich Ja und Amen selbst dazu
So werd ich einst nach diesen Tagen
Und überstandnem Leid und Plagen
Genießen dort des Lichtes Ruh

Text: Johann Anastasius Freylinghausen (1670-1739)
Musik: Ich seh der Sonne güldne Wangen

in: Christlicher Hausaltar (1845)

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Liederthema: Geistliche Lieder
Liederzeit: (1739)
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