Es zog ein Regiment vom Ungarland herauf

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Es zog ein Regiment
Vom Ungarland herauf
Ein Regiment zu Fuß,
Ein Regiment zu Pferd,
Ein Batallion Deutschmeister

Bei einer Frau Wirtin,
Da kehrten sie ein
Frau Wirtin schenkt‘ ihn’n
Den kühlen Wein,
Durch ihr feins Töchterlein

Und als der helle,
Lichte Tag anbrach
Und als das Mägdlein
Vom Schlafe auferwacht
Da fing es es an zu weinen.

Ach schwarzbraunes Mädel,
Warum weinest du so sehr?
„Ein Unteroffizier
Von der ersten Kompanie
Hat mir mein Ehr‘ genommen.“

Der Hauptmann, der war
Ein gestrenger Mann
Die Trommeln ließ er rühren,
Ein’n Galgen ließ er bau’n,
Den Fähnrich ließ er henken

Es zog ein Regiment
Vom Ungarland heraus
ein Regiment zu Fuß,
Ein Regiment zu Pferd,
Ein Bataillon Deutschmeister

aus Kärnten , 19. Jahrhundert

Liederthema: ,
Liederzeit: vor 1900 : Schlagwort:
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Parodien, Versionen und Variationen:

Das Lied von den drei Regimentern, die bei einer Wirtin einkehrten, wobei einer der Soldaten die Tochter bzw. junge Dienstmagd „entehrt“ und gehängt wird. Als seine Ehefrau kommt und nach ihm fragt ist er bereits am Galgen gestorben.

Das Lied steht schon in „Des Knaben Wunderhorn“ zu Beginn des 19. Jahrhunderts, ist aber vermutlich bereits um 1700 gesungen worden. Es zogen drei Regimenter über den Rhein. „Es marschierten drei Regimenter übers Feld ohn Beschwerd / Drei Regimenter zu Fuß und drei zu Pferd / Bei einer Frau Wirtin da kehrten sie ein / Ein schwarzbraunes Madchen schlief ganz allein“