Es sprachen einst die Fingerlein

Es sprachen einst die Fingerlein
wir wollen nicht zu Hause sein
heut wollen wir spazieren gehn
und uns die schöne Welt besehn

Erst gingen sie zum Wiesengrund
und pflückten sich manch Blümlein bunt
dann stiegen sie den Berg hinan
und schauten sich die Gegend an

Auf einem Fußweg, steil und schmal
marschierten sie hinab ins Tal
im Tale floß ein Bächlein hell
da wollten sie hinüber schnell

O weh! Die morsche Brücke brach
Platsch fielen alle in den Bach
doch krochen sie geschwind heraus
und liefen alle schnell nach Haus

und legten sich ins Bett hinein
Bald schliefen alle ruhig ein
dann sahen sie im Traum nochmal
das Bächlein und das Wiesental

aus Großheppacher Liederbuch (1947)


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Fingerspiele – Spiele mit den Finger und Händen für und mit Kleinkindern – haben eine uralte Tradition. In manchen der Fingerspiele sind die Finger die Träger kleiner Geschichten, z. B. vom Pflaumendiebstahl und vom Reinfall in’s Wasser. — Fingermärchen nennt Böhme diese Art von Spiel und schreibt dazu: Bei jeder Zeile deutet man auf einen Finger, indem man mit dem Daumen beginnt und von jedem Finger eine Tätigkeit erzählt. Zur Unterhaltung und geistrigen Anregung der Kleinen „Auch im Kinderspiel ist der kleine Finger der am wenigsten zu  schätzende: beim... weiter lesen

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