Volkserotik und Pflanzenwelt


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Die Noten zu "Kan schinnern Baam gibt´s wie an Vugelbärbaam":

Kan schinnern Baam gibt´s wie an Vugelbärbaam

Die Waldbäume (Einleitung)

Die Waldbäume, diese großen, uralt einheimischen PIlanzen, müssen an erster Stelle betrachtet werden. Mit ihnen lebte das deutsche Volk von alters her innigst zusammen. Sie werden uns über die Erotik, die unser Volk in grauer Vorzeit um die Pflanzenwelt spann, die ersten Aufschlüsse gewähren. Wir sahen aus den Vorbemerkungen, die Vorstellung in jenen primitiven Entwicklungszuständen war: Mensch und Pflanze sind

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Kan schinnern Baam gibt´s wie an Vugelbärbaam

Kan schinnern Baam gibt´s wie an Vugelbärbaam Vugelbärbaam, Vugelbärbaam Es werd a su leicht net an schinnern Baam gam schinnern Baam gam, eicho! Eicho, eicho, an Vugelbärbaam an Vugelbärbaam, an Vugelbärbaam Eicho, eicho, an Vugelbärbaam an Vugelbärbaam, eicho Beim Kannr sei Haus stieht a Vugelbärbaam Vugelbärbaam, Vugelbärbaam. da sitzt unsern Kannr sei Weibse drnan Weibse drnan, ei-jo! Eicho, eicho, an

Liederzeit: | | 1914


Obstbäume

Unsere sämtlichen Obstbäume sind aus dem Süden (Italien) eingeführt worden und zwar durch romanische Kolonisten, romanische Bauern und später durch die Missionare, die aus dem Süden kamen und in Deutschland Klöster gründeten. Die Klöster sind alsdann die eigentlichen Befördurer der Obstkultur geworden. In ihnen wurde ja Obst als Nachtisch regelmäßig genossen. — Der Weg über die Alpen, den die Obstbäume

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Vorwort (Pflanzenerotik)

Der Geschlechtstrieb ist der gewaltigste und vorzüglichste aller Triebe der Natur und der Menschenwelt. Er durchflutet das All der Natur wie das All der Menschheit heute wie ehemals. Freilich offenbarte er sich in der Menschenwelt in grauen Vorzeiten drastischer, deutlicher, nackter und — phantasievoller, heute dagegen „verfeinerter”, verhüllter, doch seine Stärke ist ungebrochen. Er offenbarte sich phantasievoller. Das, was zu

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Volkserotik und Pflanzenwelt

Aigremont, Dr.: Volkserotik und Pflanzenwelt. Erster und Zweiter Band – Eine Darstellung alter wie moderner erotischer und sexuller Gebräuche, Vergleiche, Benennungen, Sprichwörter, Redewendungen, Rätsel, Volkslieder, erotischen Zaubers und Aberglaubens, sexueller Heilkunde, die sich auf Pflanzen beziehen. 2. Auflage,  Leipzig, Ethnologischer Verlag Dr. Friedrich S. Krauss, 1910 U.a. über: Die Waldbäume; Die Obstbäume; Zier-Sträucher u. Bäume; Küchengewächse; Pilze; Kräuter u. Blumen;

Lebensrute

Die erste ursprüngliche Gestaltung des Brauchs mit der Lebensrute zu schlagen ist diese: Frauen und weibliches Hausvieh (vor allem Kühe und Stuten) wurden zu bestimmten Jahreszeiten mit einer grünen Rute oder Gerte (Lebensrute) gewisser Bäume geschlagen oder gepeitscht, um fruchtbar zu werden. Was sah der Naturmensch in diesem Symbol? Für ihn war die Gerte, die Lebensrute das Zeugungsglied des Baumdämons,

Maibaum

Wir wenden uns zu dem andern uralten erotischen Brauch, zu dem Einholen des Maibaumes. Er wird bereits in Urkunden des XIII. Jhdts. als alt und traditionell bezeichnet. An bestimmten Tagen, am ersten Mai (Walpurgistag) oder zu Himmelfahrt, auch zu Pfingsten, besonders zu Johanni wurde ein festlich geschmückter, oft mit menschlichen Kleidern behangener Maibaum (Birke, Fichte oder Tanne, auch Eiche) unter

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