Nassau

Nassau: Volkslieder, Reime, Gedichte

Vom Rheine begrenzet durchspielt von der Lahn (Nassau)
Wo soll ich mich hinwenden in dieser schlechten Zeit
Dort wo die klaren Bächlein rinnen (Die Schäferin)
Fürsten zum Land hinaus (Das deutsche Treibjagen , 1832)
Blauer blauer Fingerhut
Gott du schütz unsere Hoheit hier
Wer bekümmert sich drum wenn ich wandre
Es geht ein Männchen über die Brück
Alle meine Entchen
Wie lacht der goldne Sonnenschein

Wo soll ich mich hinwenden in dieser schlechten Zeit

Wo soll ich mich hinwenden bei der betrübten Zeit An allen Orten und Enden ist nichts als Krieg und Streit Rekruten fanget man, so viel man haben kann; Soldat muss alles werden, sei einer Knecht oder Mann Soldat muss alles werden, es sei Knecht oder Mann. Mit List hat man mich g’fangen, als ich im […]

Soldatenlieder | 1800


Dort wo die klaren Bächlein rinnen (Die Schäferin)

Dort wo die klaren Bächlein rinnen sah ich von fern ein Hüttchen steh´n Dort wohnt von allen Schäferinnen die schönste, die ich je geseh´n Und böte man mir Gold und Kronen so dächt ich doch in meinem Sinn Im Hüttlein möchte ich lieber wohnen dort bei der schönen Schäferin Treibt sie des Nachts beim Mondenschimmer […]

Liebeslieder | Schäferlieder | 1820


Fürsten zum Land hinaus (Das deutsche Treibjagen , 1832)

Fürsten zum Land hinaus nun kommt der Völkerschmaus! Raus! Erst jagt den Kaiser Franz, dann den im Siegerkranz! Schub! Bayernland ans Gewehr, Ludwig geniert gar sehr! Fort! Adlig Hannoverland, du wirst zur Affenschand! Pfui! Der schönste Schwabenstreich war Wilhelm aus dem Reich! Raus! Sachsen wo bleibst du dann? der Mitregent muss dran! Auf! Zarter Kurfürstensohn, […]

Freiheitslieder | | 1832


Gott du schütz unsere Hoheit hier

Gott, du schütz unsere Hoheit hier Und auch das ganze Haus Ich ward berufen nach Berlin um neuen Sachen aus. Kaum als ich dort den Rück verwandt Da träumte mir es schon, Als sei Krawall in meinem Land Drauf wand ich mich gleich um; Ich eilte nun jetzt schnell nach Haus Auf Eisenbahn und Land […]

Freiheitslieder | | 1848


Wer bekümmert sich drum wenn ich wandre

Wer bekümmert sich drum, wenn ich wandre bei solch schöner Sommerszeit? Ist´s die eine nicht, so ist s die andere wer bekümmert sich drum, wenn ich wandre: morgen geht´s in aller Früh! Ei, so geb´ ich meinem Stenz die Sporen Und marschier zum Tor hinaus, Mei´m Feinsliebchen wohl zum Gefallen; Denn sie ist die schönste […]

Wanderlieder | 1856


Alle meine Entchen

Alle meine Entchen schwimmen auf dem See Köpfchen in dem Wasser, Schwänzchen in die Höh. Alle meine Täubchen gurren auf dem Dach Fliegt eins in die Lüfte, Fliegen alle nach. Alle meine Hühner scharren in dem Stroh Finden sie ein Körnchen, Sind sie alle froh. Alle meine Gänschen watscheln durch den Grund, suchen in dem […]

Kinderlieder | 1891


Wie lacht der goldne Sonnenschein

Wie lacht der goldne Sonnenschein der Himmel ist so blau wie glänzen rings die Blümelein im frischen Morgentau Fiderula fiderula… Da bleib ich länger nicht zuhaus die Welt ist gar zu schön Zur Stube und zur Stadt hinaus auf blaue Bergeshöhn Fiderula fiderula… Studiert hab ich im Überfluß drum fröhlich in die Welt Wir ziehen […]

Wanderlieder | 1896


Einst lebt´ ich so glücklich

Einst lebt‘ ich so glücklich, einst lebt ich so froh da wohnte mein Liebchen im Hüttchen von Stroh Dort wohnte mein Liebchen, dort blühte mein Glück o selige Stunden wann kehrt ihr zurück Frühmorgens, wenn die Sonne den Nebel durchdrückt sitzt mein Liebchen in der Laube und spielt mir mein Stück Einst saß ich in der Laube […]

Liebeskummer | 1900


Drei Gäns im Haberstroh

Drei Gäns im Haberstroh saßen da und waren froh. Kam der Bauer gangen, mit der langen Stangen. Er ruft: „Wer do? Wer do? Wer do?“ Drei Gigagigagiga-Gäns im Haberstroh! vierstimmiger Kanon Text und Musik: aus Nassau und Westfalen in: Macht auf das Tor (1905) — Kindervolkslieder (1920, dort „Zehn Gäns im Haberstroh“)

Kanons | Kinderlieder | 1905


Es soall sich doch kaaner meat dr Läibe oabgeawe

Es soall sich doch kaaner meat dr Läibe oabgeawe däi brengt joa su manche schiine kerle ims Leawe Do hoat mr mai Trutschel die Läib oabgesaat aich hun see verklaat Wäi harr aich doach immer doas Maadche su gern däi soallt joa aach endlich mai Fraache wern Do plookt se dr Daiwl unn woallt maich […]

Liebeskummer | Trauerlieder | 1908