Ratibor und der Fluss Mississippi (Fuge aus der Geographie)

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Ratibor! Und der Fluss Mississippi
und die Stadt Honolulu
und der See Titicaca
der Popocatépetl liegt nicht in Kanada
sondern in Mexiko, Mexiko, Mexiko

So beginnt Ernst Tochs großartige „Fuge aus der Geographie“, vielleicht der Höhepunkt der Sprechchorliteratur der 1920er Jahre. Beeinflusst von Dada, dem Klang fremder Sprachen, den Geräuschen und Rhythmen des Großstadtlebens entstand eine eigene, am Klang des Wortes, orientierte Musik. Unter der Rubrik Kauderwelsch ist diese hier erst einmal zusammen gefasst.

Toch verwendet im Thema der Fuge verschiedene geographische Begriffe und übernimmt oder verfremdet deren Rhythmus. Da ein Sprechgesang keine eigentliche Melodie aufweist, beruht die musikalische Wirkung des Stücks nur auf rhythmischen Gegensätzen und dem kontrastierenden Klang der Sprechlaute.

Die Fuge aus der Geographie für sprechenden Chor ist ein Sprechgesang von Ernst Toch aus dem Jahr 1930. Das Stück ist der letzte Satz einer Suite mit dem Titel „Gesprochene Musik“. Sie versucht unter Heranziehung verschiedener Mittel, musikalische Effekte durch die Sprache zu erzielen; insbesondere wird hier die musikalische Form der Fuge vom melodischen Aspekt auf den Sprechgesang übertragen.

Die Suite wurde 1930 während der Berliner Festtage für zeitgenössische Musik uraufgeführt und auf Schallplatte aufgenommen. Diese Aufnahme ging jedoch verloren, wie auch die Originalnoten. Das Manuskript blieb erhalten. John Cage erstellte die Partitur für eine Veröffentlichung in Henry Cowell Journal New Music 1935. (Wikipedia)

Liederthema:
(1930)
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