Um Spott und Hohn sich zu ersparen (Streikbrecher)

Um Spott und Hohn sich zu ersparen ließ Christian sich zum Schacht hinfahren Jedoch der Streikposten erwacht er hatte längst geschöpft Verdacht Er sprang hinzu, zu Christians Schreck ward weggerissen das Verdeck Jetzt sieht man wieder den treuen Knappen zum Schachte ziehn auf Schusters Rappen Text: anonym – aus dem Mansfelder Bergarbeiterstreik 1909 – Steinitz … Weiterlesen …

Die Kirchenglocken läuten den Sonntag morgen ein

Die Kirchenglocken läuten den Sonntag morgen ein wer nicht ein schlechter Ketzer, muss jetzt zur Andacht sein Der Wanderer Schar geht trutzig nur vorbei in diesem dumpfen Hallen wird nie die Menschheit frei Der Wirt steht in der Türe, es glänzt sein feines Gesicht er nimmt gern unseren Groschen, mag sonst Proleten nicht der Wanderer Schar geht trutzig hier vorbei … Weiterlesen …

Leb wohl du teures Land (Beamtenwillkür treibt mich fort)

Leb wohl du teures Land das mich geboren Beamtenwillkür treibt mich fort von hier. Ich hab Amerika mir auserkoren. Dort scheint allein der Freiheit Sonne mir Dort drücken mich nicht der Tyrannen Ketten dort schätzt man erst des Lebens hohen Wert und wer sich will aus Sklaverei erretten der folge mir, dort wird er erst … Weiterlesen …

Es war ein Markgraf überm Rhein (Köln Bonn)

Es war ein Markgraf überm Rhein der hatte drei stolze Töchterlein Die Erste zog ins Oesterreich die Andre in den grünen Zweig Die Dritte zog dem Spielmann nach sie zog ihm sieben Jahr lang nach Und wie die siebn Jahr umme warn brauns Mädchen verlangt in ihr Vaterland Ach Spielmann liebster Spielmann mein ach spiel … Weiterlesen …

Es lassen sich die toten Fürsten balsamieren (Trinklied)

Es lassen sich die toten Fürsten balsamieren (Fürsten balsamieren) um desto länger tod zu sein Wir aber lassen uns im Tod nicht balsamieren (im Tod nicht balsamieren) Wir balsamiern uns lebend ein mit Wein um desto länger lebend zu sein So schenkt denn ein – den edlen Wein um desto länger lebend zu sein Kling, klang, kling, … Weiterlesen …

Die Binsgauer wollten wallfahrten gehn (1844)

Die Binsgauer wollten wallfahrten gehn Den heiligen Rock möchten´s auch gern sehn Zschahi, zschaha, zschaho! Die Binsgauer sind schon do Jetzt schau fein, daß a jeder Sein Ranzele ho Sie zogen weit in fremde, fremde Land, Und wo sie hinkamen, war n sie schon gut bekannt´ Zschahi, zschaha, zschaho Als sie nun sind gekommen nach … Weiterlesen …

I hab scho drei Sommer mirs Heimgehn vorgnommen

I hab scho drei Sommer mir´s Heimgehn vorg´nommen i hab scho drei Sommer mei Dearndel nit g´sehn Auf mi wart´s no immer, sie glaubt, i komm nimmer auf mi wart´s no immer, wie wird ihm denn g´schehn? Die Nacht sinkt scho abe, man sieht gar nichts mehr heut muss i´s heimsuchen, wenn´s no so weit wär … Weiterlesen …

Glück auf! Die Flammen sind besiegt

Glück auf! Die Flammen sind besiegt ertrunken und getaucht und düster vor den Blicken liegt ein schwarzer Bau und raucht An Wasser hat es nicht gefehlt die Spritzen gingen flott und mit dem rechten Mut beseelt hat uns der liebe Gott Doch manchen Armen traf es schwer er sieht uns ins Gesicht Die Spritzen stehen … Weiterlesen …

Wacht auf ihr deutsche Christen

Wacht auf, ihr deutsche Christen dann es ist an der Zeit Mit Waffen tut euch rüsten bald zu dem Widerstreit Helft retten Gottes Ehre darzu eur Vaterland schickt euch zur Gegenwehre tut tapfern Widerstand Text: Verfasser unbekannt Musik: auf die Melodie von Lobt Gott ihr frommen Christen in Deutscher Liederhort II (1893, Nr. 284)

Wenn der Bauer Kirchweih hat

Wenn der Bauer Kirchweih hat, da kommen d´ Burger g´loffen; der Bauer ißt das gute Fleisch, und d´ Burger kriegen d´ Knochen. ZföVk 4 (1898) S. 25 (Tuschlied, Iglauer Gegend); nach: Schürz dich Gretlein