Erfolgreich gegen Volkslied-Sexismus

Mittwoch, 19. August 2020

Mehr als 36.000 Unterschriften gegen das sexistische und gewaltverherrlichende Donaulied sammelte eine Gruppe in Passau. In dem vor allem unter Soldaten verbreiteten Lied wird eine schlafende Frau am Ufer der Donau vergewaltigt. Das Lied ist mehrfach umgesungen worden, es gibt auch weniger drastische Fassungen, die Frau ist aber immer reines Sexualobjekt: Alle Fassungen des Donauliedes.

Im Rahmen der Online-Petition wurde viel über Sexismus im Alltag diskutiert, die Aktion fand viele Fürsprecher. Die Stadt Montabaur erließ bereits ein Verbot. Auch der Oberbürgermeister von Passau wird sich dafür einsetzen, dass das Lied auf Volksfesten der niederbayerischen Stadt nicht mehr gespielt wird. Niemals hätte sie mit so viel Zuspruch gerechnet, sagte die Initiatorin Corinna Schütz am Dienstagabend vor dem Passauer Rathaus, wo sie dem OB symbolisch 36 235 Stimmen übergab.  (Süddeutsche) Eine gelungene Neudichtung ist das Isarlied von Sara Brandhuber.

Volksmusik:
(2020)

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