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Bundesliederbuch der Deutschen in Böhmen

Das Bundesliederbuch der Deutschen in Böhmen, herausgegeben von der Ortsgruppe Leitmeritz des  Bundes der Deutschen in Böhmen (Auflage mindestens 80.000 !) wurde von F. Seifert & Co in Leitmeritz gedruckt, ohne Jahresangabe, vermutlich um 1900. Das Buch enthält auf etwa 300 Seiten über 200 Lieder, meist burschenschaftliche Kommerslieder und überhebliche deutschnationale Gesänge, die Adolf Hitler und dem “1000jährigen Reich” schon 30 Jahre

Da Bonapartl (Spottlied auf Napoleon)

Da Bonapartl is nimmer stolz handelt mit Schwefelholz rennt in Markt auf und ab “Kaft´s mar an Schwefel ab!”   Text und Musik: anonym – mitgeteilt von Professor Dr. J. M. Jüttner – aus Niederösterreich ( Wien , Neustadt) – Dieses Spottlied auf Napoleon I ist auch in Vorarlberg ( Bildstein ) und im nördlichen Böhmen ( bei Marienbad ) bekannt.

Da lieg ich auf Rosen

Da lieg ich auf Rosen mit Veilchen gestickt nun will ich auch trinken bis lachend vom Himmel der Hesperus blickt Zum Schenketisch mach ich das duftige Grün und Amorn zum Schenken! ein Posten wie dieser der schickt sich für ihn Ach menschliches Leben geht schneller dahin als Räder am Wagen wer weiß es, ob morgen noch lebend ich bin Vom

Danz mien Moder

Danz mien Moder den Kiewitt den Kiewitt dat kann ik nich do schloog se mich do weend ik do geewse mi´n Botterbrod do lachd ik in Bremer Kinderreime , 30 – nach Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897) — vergleiche auch Böhme ´s Hinweis auf den Kiewitztanz

Das hat mir mei Mutter erlaubt (Kirchweihtanz)

Das hat mir mei Mutter erlaubt, soll tanze, daß unner mir staubt, soll tanze, soll singe, soll de Buwe nachspringe, das hat mir mei Mutter erlaubt. Das hat mir mei Mutter erlaubt, soll tanzen, soll springen, daß’s staubt, soll tanzen soll saufen, den Mädchen nachlaufen, das hat mir mei Mutter erlaubt. Ach Mutter, was hab ich für’n Schatz, hat Augen

Das lange Roß

Die Knaben teilen sich in zwei Parteien, eine, die stehen muß und eine, die springt. Der größte Knabe stellt sich an einen Baum oder vor eine Wand, die Hände auf die Knie oder an den Baum gestemmt. Hinter ihn stellt sich ein zweiter ebenfalls gebückt und an den ersten sich anhaltend, dann folgt ein dritter, vierter etc bis die Hälfre

Das Schiff streicht durch die Wellen

Das Schiff streicht durch die Wellen, Fidelin, vom Ost die Segel schwellen, Fidelin ! Verschwunden ist der Strand in der Ferne; o wie gerne wär´ ich noch im Heimatland ! Rosabella Fidelin! Ihr dunkelblauen Wogen, Fidelin, wo kommt ihr hergezogen, Fidelin ! kommt ihr von fernem Strand ? Laßt sie rollen; denn sie sollen noch zurück zum Heimatland, Rosabella Fidelin!

Däumeling hat Ochsen kauft

Däumeling hat Ochsen kauft Fingerling hat beigeschafft Langemann hat tot gemacht Kleinjäckchen hat Wurst gemacht Kleinteufelchen hat sie all geß   bei bei Simrock 23 , nach Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897) — Fingermärchen nennt Böhme darin diese Art von Spiel und schreibt dazu: Bei jeder Zeile deutet man auf einen Finger, indem man mit dem Daumen beginnt und von jedem

Den liebsten Buhlen den ich han

Den liebsten Buhlen, den ich han er leit beim Wirt im Keller er hat ein hölzern Röcklein an und heisst der Muskateller! Er hat mich nächtens trunken g´macht und fröhlich heut den ganzen Tag, Gott, geb ihm heint ein gute Nacht Von diesem Buhlen, den ich mein will ich dir bald eins bringen es sei der allerbeste Wein macht lustig

Denkst du daran mein tapferer Lagienka

“Denkst du daran mein tapferer Lagienka” ist ein Lied aus dem 1825 erstmals aufgeführten Singspiel ”Der alte Feldherr” von Karl von Holtei  (1798-1880). Das Lied ist ein Wechselgesang der in dem Singspiel auftretenden Figuren Thaddäus und Lagienka: Tadeusz Kosciusczko mit seinem Soldaten Lagienka.. Holtei schrieb es nach einem französischen Lied von Émile Debraux von 1815, dass die napoleonische Armee und ihre Feldzüge verherrlichte: “Te souviens