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Auf dem See (Früher Tod der Geliebten)

Auf dem See, da schwimmt ein Schwanen Schwarzbrauns Äuglein, wie die Korallen: Sag, Mädchen, wie bist du so schön gestalt gleich wie die Rosen in dem Wald? Die Rosen blühen, sie müssen verderben, und der Mensch muß einmal sterben; kommt der Tod, der die Liebe zerbricht, nimmt weg manch schönes Angesicht. Auf dem Grabstein, da kann man’s lesen: Die hier

Auf ihr Brüder laßt uns wallen (Auswanderer nach Amerika)

Auf ihr Brüder lasst uns wallen fröhlich nach Amerika! Unsre Schwestern sind schon drüben in Philadelphia. Seht, das Schiff ist schön gerüstet und der Schiffer steht schon da, daß wir können übersegeln, nach Philadelphia. Wem’s gefällt nach sei’m Verlangen, der nehme sich ein schwarzbrauns Mädchen, drück sie fest in seine Arme, bis der Tod sie trennt. Heut zum letzten mal,

Auf und an spannt den Hahn

Auf und an, spannt den Hahn lustig ist der Jägersmann Büchsenknall, Hörnerschall über Berg und Tal Ja, wir ziehen in das Feld Kampf allein befreit die Welt Darum frei, Jägerei stets gepriesen sei Wo er hält in dem Feld haben wir den Feind gestellt aus dem Wald, wenn es knallt treiben wir ihn bald Auf, trara! Durch Dorn und Korn

Backe Koke Backe

Backe Koke Backe Mel öß em Sacke Eyke öß em Korwe Kukuk öß gestorwe Wo sulle wi em söke? under de holle Öke Wo sulle wi em finde? under de holle Linde Wo sulle wi em begrawe? undre Schulte Awe stöt em nich de Kachel ut et rokt em ön de Stawen Diese Version von Backe Backe Kuchen aus Ostpreußen

Beim Bettnässen

Min Wickele , min Wackele warum hesch du ein rot Bäckele? Warum hesch du e Bäckele rod? Schämm di, schämm di ganz ze dod! Merr well´s Beddel mache susch duen sie die uslache Merr welle´s an d´Sunne drauje (tragen) sunst mien Kind g´schlauje (geschlagen) Dieser Reim von Erwachsenen für Kinder kam offenbar zur Anwendung, wenn das Kind ins Bett gemacht hatte.

Beim Tobakkrämer kummen d Leut zsämma

Beim Tobakkrämer kummen d’ Leut zsämma Die gern rauchen und gern schnupfa tuan Echte Kestelreiber, alte Kuchelweiber, Denen ist däs schnupfen ängeburn Sie, da bringen ‘s Dosen, ah, da müßen ‘s losen Mancher hät kan Boden nimmer drin; Letzthin kummt ani verwichen, hat ‘s gar mit Päp verstrichen, Es wär gewiß an älte Schusterin. Drauf is ani kumma, hät ‘s an schwärzen gnumma

Bergleut das sind freie Leut

Bergleut das sind freie Leut Allezeit Preisen Gottes Gütigkeit Sie tun allzeit auf Gott vertrauen, Bei der Nacht in dem Schacht Da tun sie hauen. Harte Klaue, Felsenstein Wie sie sein, Können sie zersprengen fein. Durch das Pulver, Schwefel und Feuer, Daß es klingt, daß es springt, Das tun die Hauer Wenn es dann zersprungen ist, Wie man sieht, “Schön

Beschlag Beschlag´s Rößle

Beschlag Beschlag´s Rößle zu Ulm steht ein Schlößle steht eine Schmiede nah dabei Schmiedle, beschlag mir´s Rößle glei Han ich Nägel zu tief rein g´schlage muß ich wieder rausser grabe aus Des Knaben Wunderhorn III. 415 laut Böhme : Beim Anziehen der ersten Schuhe: Beim Schuhanziehen wird  auf die Fußsohle des Kindes geklopft, um das Pferdebeschlagen nachzuahmen, und davon erzählt

Birke

Unseren germanischen Vorfahren galt bereits in grauer Urzeit die Birke ganz besonders als der Baum des Segens, Lebens,Wachsens, welcher Fruchtbarkeit und (in späteren Zeiten) auch Schönheit verlieh. Der Grund war wohl das frühzeitige Schwellen und Knospen, das überraschend schnelle Sichbegrünen, auch das geschmeidige, lebendige sich Hin und Herbewegen seiner Äste,Vor allem die leuchtende, lichtvolle Weiße seiner Rinde. Die Anschauung von

Birne

Bei den Griechen war der Birnbaum der Aphrodite, den Römern der Gartengöttin Venus geweiht; daher trug eine Art Birnen den Namen Veneraria oder pira venerea (Columella), die wahrscheinlich unsere sogenannte Liebesbirne” (poire d’ amour) ist. Der Birnbaum kam dann durch die romanischen Bauern, die unter den süddeutschen und westlichen Germanen lebten, in unser Vaterland. Im deutschen Volksaberglauben spielt er nächst dem Apfelbaum