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Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht. Er fiel auf die zarten Blaublümelein; sie sind verwelket, verdorret. Ein Knabe hatte ein Mädchen lieb. Sie flohen beide von Hause fort, es wußten nicht Vater noch Mutter. Sie sind gewandert wohl hin und her Sie hatten nirgends Glück noch Stern, sie sind verdorben, gestorben Auf ihrem Grab Blaublümlein blühn, Umschlingen sich zart

Es haben sich sieben und siebzig Schneider verschworen

Es haben sich sieben und siebzig Schneider verschworen nach Frankfurt wollen sie reisen sie bekämen ein grösseren Lohn Und wie sie seind kommen den halben Weg da steht ein Geissbock grad mitten im Weg der schaut sie trotzig an “O ihr lieben Brüder, das Tierlein packet uns an!” Das Geißel, das schüttelt sich seine Hörner die Schneider die laufen durch

Es hatten sich sieben und siebzig Schneider verschworen

Es hatten sich sieb´n und siebzig Schneider verschworn Sie wollten zusammen ins Niederland Da bekäm´n sie ein größeren Lohn Da b´käm´n sie ein größeren Lohn. Sie nähten sich einen papiernen Wagen Der siebenundsiebenzig Schneider konnt trag’n, Sie setzten sich alle darauf Und als sie kamen den halben Weg Da stund ein Geißbock auf dem Steg Der schaut sie trutzig an.

Es heult der Sturm es braust das Meer

Es heult der Sturm, es braust das Meer; Heran, ihr Sorgen gross und schwer heran bei Wetter und Regen! In unsern Adern jauchzet die Lust wir deutschen Männer werfen die Brust euch keck und kühn entgegen. Es heult der Sturm, es braust das Meer; mag rings um uns der Feigen Heer sich scheuen vor Gram und Sorgen! Uns freut Gefahr

Es ist bestimmt in Gottes Rat

Es ist bestimmt in Gottes Rat, dass man vom Liebsten was man hat muss scheiden, muss scheiden; wiewohl doch nichts im Lauf der Welt dem Herzen, ach! so sauer fällt als Scheiden, als Scheiden, ja Scheiden So dir geschenkt ein Knösplein was so thu es in ein Wasserglas doch wisse, doch wisse: blüht morgen dir dein Röslein auf es welkt

Es ist ein Schnitter heißt der Tod

Es ist ein Schnitter, heißt der Tod Hat Gwalt vom großen Gott: Heut wetzt er das Messer, es schneidt schon viel besser, bald wird er drein schneiden, wir müssen´s nur leiden. Hüt dich, schöns Blümelein! Was heut noch grün und frisch da steht, wird morgen weggemäht: die edel Narzissen, die englischen Schlüsseln, die schön Hyazinthen, die türkischen Binden. Hüt dich,

Es kennt der Herr die Seinen

Es kennt der Herr die Seinen und hat sie stets gekannt, die Großen und die Kleinen in jedem Volk und Land; er läßt sie nicht verderben, er führt sie aus und ein, im Leben und im Sterben sind sie und bleiben sein. Er kennet seine Scharen am Glauben, der nicht schaut und doch dem Unsichtbaren, als säh er ihn, vertraut;

Es waren einmal die Schneider

Es waren einmal die Schneider, Die hatten guten Muth, Da tranken ihrer neunzig, Neun mal neun und neunzig Aus einem Fingerhut. Und als die Schneider versammelt waren, Da hielten sie einen Rath, Da sassen ihrer neunzig, Neun mal neun und neunzig, Auf einem Kartenblatt Und als die Schneider nach Hause kamen, Da können sie nicht hinein, Da schlurften ihrer neunzig,

Franz Wilhelm Abt

Franz Wilhelm Abt, geboren am 22. Dezember 1819 in Eilenburg, gestorben am 31. März 1885 in Wiesbaden, Komponist und Kapellmeister, studierte Theologie und Musik in Leipzig zeitgleich mit Robert Schumann und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Ab 1853 dreissig Jahre lang Hofkapellmeister in Braunschweig, gründete dort eine „Singakademie“, war Dirigent des Braunschweiger Männergesangvereins und „General-Gesangsmeister“ bei den Festen des Bundes Norddeutscher Liedertafeln. In

Fünf Parodisters

Die “Fünf Parodisters” hießen eigentlich die “Metropol-Vokalisten” und waren ein deutsches Gesangsquartett aus Berlin. Gegründet wurde es von dem Pianisten Kurt Bangert. Weitere Mitglieder waren Wilfried Sommer (1. Tenor), Günther Leider (2. Tenor), Peter Purand (Bariton) und Richard Westmeyer (Bass). Offenbar an das Vorbild der Comedian Harmonists anknüpfend, nahm es zwischen 1933 und 1956 über 550 Titel auf Schallplatte auf.