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Ach Andreas heiliger Schutzpatron

Ach Andreas heil´ger Schutzpatron schenke mir doch einen Mann sieh herab auf meinen Spott und Hohn sieh mein hohes Alter an krieg ich einen oder keinen? Einen! Andreas. lieber Schutzpatron Gib mir mal einen Mann Räche doch nur meinen Hohn sieh mein liebes Alter an Soll ich allen Trost verscharren? Harren! Harren? Ei du scherzt mit mir Meine Schönheit ist

Apfel

Wilde bezw. verwilderte Apfelbäume sind schon zu Tacitus´ Zeiten, wie wir bemerkten, in Germanien einheimisch gewesen. Apfelschnitze finden sich schon in den Pfahlbaufunden Oberösterreichs (Höfler). Wie um die alten ehrwürdigen Waldfruchtbäume werden sich auch um den Apfelbaum heidnische Gebräuche frühzeitig gewoben haben.*) Auch die hohe Bedeutung des Apfels in der germanischen Mythologie scheint das zu bestätigen. Uralt ist z. B. die

Birke

Unseren germanischen Vorfahren galt bereits in grauer Urzeit die Birke ganz besonders als der Baum des Segens, Lebens,Wachsens, welcher Fruchtbarkeit und (in späteren Zeiten) auch Schönheit verlieh. Der Grund war wohl das frühzeitige Schwellen und Knospen, das überraschend schnelle Sichbegrünen, auch das geschmeidige, lebendige sich Hin und Herbewegen seiner Äste,Vor allem die leuchtende, lichtvolle Weiße seiner Rinde. Die Anschauung von

Böckchen schiele nicht (Paarlaufen oder Haschhasch)

Die Kinder stellen sich paarweise (Seite an Seite) hinter einander auf. An der Spitze vor ihnen steht ein Einzelner (der einsame Witwer, Hauptmann, der Häscher, das Böckchen) mit dem Gesicht nach vorn. Er soll nicht seitwärts nach den andern blicken, weshalb alle ihm zurufen „Böckchen, Böckchen, schiele nicht!“ Er klatscht in die Hände und ruft dabei „Eins, zwei, drei! Letztes

Die Preußen stürmen die Düppeler Schanzen

Die Preußen stürmen die Düppeler Schanzen Kanonen donnern und Kugeln tanzen Die Dänen wehren mit trotzigem Mut sich hinter den schützenden Wällen gut Bald hemmen gewaltige Pallisaden die stürmenden Krieger auf blutigen Pfaden Doch Klinke, der Brave, kann nicht ansehn die Kameraden wie stutzig sie stehn „Was nützt es“ spricht er „bedächtig zu raten des Todes Gefahren drängen zu Taten

Die weiße Frau

Die weiße Frau ist seit mehr als zweihundert Jahren in Deutschland bekannt gewesen, als eine solche, die, wenn der Tod an einiger großen Fürsten Palast anzuklopfen pflegt, sich gemeiniglich vorher sehen läßt. Dies geschieht aber nicht allein in den deutschen hohen Häusern, sondern auch in unterschiedlichen Orten in Böhmen, jedoch nur allein bei vornehmen Familien. Dies weiße Gespenst soll den

Die weiße Frau (Das Fest vom süßen Brei)

Zu Neuhaus ward alljährig ein Fest gefeiert, das Fest des süßen Breies, indem armen Leuten am Grünendonnerstage in der Karwoche eine Gastung angerichtet ward. Zu dieser Mahlzeit versammelten sich, aus aller umliegenden Nachbarschaft, eine solche Menge der Armen, daß alsdann in dem Neuhauser Schloß zum wenigsten sieben tausend, ja zuweilen auch neun bis zehn tausend armer Gäste gezählt wurden. Es

Die Witwe Quintche

Die Witwe Quintche, die im Leb´n mit Schande aß ihr Brot, an der so viele Makel kleb´n, sie schlug den Gregy tot, juchhe! Die Quintchen, das verruchte Weib gesteht den Mord nicht ein Die Quintchen schlug den Gregy tot kocht ihn sich zum Abendbrot Das größte Portmonné hat Ladewig, hat Ladewig die Bügel sind entzwee det schadet nich, det schadet

Du Kriegsbeschädigter frohen Mut! (Der SA-Soldate)

Du Kriegsbeschädigter, frohen Mut! Geht es dir heute auch gar nicht gut Hast du auch für die Kinder kein Brot Leidest du Hunger, und leidest du Not Quält dich die Sorge auch schon seit Jahren Sieh, dir ist hohes Heil widerfahren: Die SA. hat neue Uniformen! Der Soldate, der Soldate ist der schönste Mann im ganzen Staate Darum schwärmen auch

Erst die Arbeit….

Frau Feilchenfeld war gestorben. Anstatt sich am Tage ihres Begräbnisses mit dem Leichenbegängnis zu befassen, ging der hinterbliebene Witwer noch bis zur letzten Minute seinen Geschäften nach. Als man ihm deswegen Vorwürfe machte, antwortete er; „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ in Hilfe mein Zwerchfell (1928)