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Apfel

Wilde bezw. verwilderte Apfelbäume sind schon zu Tacitus´ Zeiten, wie wir bemerkten, in Germanien einheimisch gewesen. Apfelschnitze finden sich schon in den Pfahlbaufunden Oberösterreichs (Höfler). Wie um die alten ehrwürdigen Waldfruchtbäume werden sich auch um den Apfelbaum heidnische Gebräuche frühzeitig gewoben haben.*) Auch die hohe Bedeutung des Apfels in der germanischen Mythologie scheint das zu bestätigen. Uralt ist z. B. die

Fahr wohl du grauer Werkeltag (Paulinzelle)

Fahr wohl du grauer Werkeltagich will mir Freizeit kiesendieweil am Weg im Weißdornhagdie frischen Blüten spießenDen Wanderstab! Ich fahr ins Landzu St. Paulinas Zelledort winkt am grünen Waldesrandmanch fröhlicher Geselle Von Hörschel bis nach Blankensteinkam ich, durch´s Land zu wallenvom Berg zu Tal, vom Quell zum Steindurch Tann- und Buchenhallenwie Paulinzelle hat kein Talmir traut gelächelt wiederdrum steig ich froh

Graf Eberhard im Bart vom Württemberger Land

Graf Eberhard im Bart Vom Württemberger Land Er kam auf frommer Fahrt Zu Palästina´s Strand Daselbst er einstmals ritt Durch einen frischen Wald Ein grünes Reis er schnitt Von einem Weißdorn bald Er steckt´ es mit Bedacht Auf seinen Eisenhut Er trug es in der Schlacht Und über Meeres Flut Und als er war daheim Er´s in die Erde steckt

Ich möchte wieder träumen in dieser Winternacht

Ich möchte wieder träumen in dieser Winternacht von blauen Felsensäumen von frischer Blumenpracht Ich möchte wieder trinken erlöst aus Gram und Leid auf sonnverbrannten Zinken den Hauch der Einsamkeit O wunderbare Stille hoch über Berg und Tal schon blüht die Pulsatille im ersten Frühlingsstrahl wie sind die Ostertage so wonnig und so licht wenn aus dem dürren Hage das grün

Vorwort (Pflanzenerotik)

Der Geschlechtstrieb ist der gewaltigste und vorzüglichste aller Triebe der Natur und der Menschenwelt. Er durchflutet das All der Natur wie das All der Menschheit heute wie ehemals. Freilich offenbarte er sich in der Menschenwelt in grauen Vorzeiten drastischer, deutlicher, nackter und — phantasievoller, heute dagegen „verfeinerter”, verhüllter, doch seine Stärke ist ungebrochen. Er offenbarte sich phantasievoller. Das, was zu

Weißdorn

Der gemeine Weißdorn wächst von altersher wild mit ungefüllten weißen Blüten in ganz Deutschland. Er war in heidnischen Zeiten dem Donar heilig und wurde später der Baum der Hexen (Harz) und der Waldweibel (Hessen). Die Hexen brechen auf ihrer Blocksbergfahrt die Spitzen des Weißdorns und essen sie. Daher können Schwangere nicht gebären, wenn man ihnen Äpfel zu essen gibt, die