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Agitprop-Truppen

Zwischen 1926 und 1930 entstanden etwa 200 Agitprop-Truppen, zum Teil auch für Schüler und kleinere Kinder, um die Bevölkerung und insbesondere die Arbeiter für den Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und für den Sozialismus zu begeistern: “Die Nieter” (Hamburg) “Proletarische Kulturvereinigung” (Halle) “Rote Agitatoren” (Halle) “Rote Schmiede” (Halle) “Rote Truppe” (Frankfurt/M.) Kindertruppe “Rote Kolonne” (Frankfurt/M.) “Rote Reporter” (Bremen) “Blaue Blusen” (Bremen) “Das Rote Sprachrohr”

Aus ist’s mit den bösen Kriegen (Gaslied)

Aus ist’s mit den bösen Kriegen, sagt der Völkerbund Friedenstauben munter fliegen um das Erdenrund Es ertönt in jedem Land Friedensmusik und geächtet und verbannt ist jetzt der Krieg Nur zum Spaß macht man Gas, weil’s noch keiner kennt Panzerkreuzer sind das beste Friedensinstrument, Tankgeschwader, Fliegerbomben nur für den Sport, niemand denkt mehr an den Massenmord. Tiefer Frieden weit und

Elend und Hunger bedrücken uns schwer

Elend und Hunger bedrücken uns schwer versklavt, unterjocht ist der Arbeiter Heer Weißer Terror rast erbarmungslos vorwärts, Proleten, zum Gegenstoß Rote Raketen erhellen die Nacht zeigen den Weg zur Entfaltung der Macht Arbeiter, Bauern, in Stadt und Land reicht euch zum Kampfe die Hand Rotes Rußland, du Arbeiterstaat gingst uns voran mit befreiender Tat Aus Unterdrückung und Knechtschaft entstand frei

Hans Hauska

Hans Hauska wurde am 18.Mai 1901 in Maschau (heute Mašťov in der Tschechischen Republik) geboren. /CZ),  Als er zehn Jahre alt war, zog seine Familie nach Wien übersiedelt. Mit 27 ging Hans Hauska nach Berlin, schlug sich u. a. als Stehgeiger, Pianist und Kinomusiker durch und wurde Mitglied der KPD und arbeitete mit Agitprop-Truppen.Auf Vermittlung von Hanns Eisler arbeitete er

Rote Raketen

Die „Roten Raketen” entstanden im Herbst 1927. Anstoß für ihr Wirken war ein bunter Abend, ein Pressefest der „Roten Fahne”, des Zentralorgans der KPD. Das Programm hätte einheitlicher, aktueller, spritziger sein können, fanden sie. „Macht es,” sagte die „Rote Fahne”. Sie versuchten es. Sechs Berliner Jungs waren sie, teils Arbeiterkorrespondenten, teils Genossen des Kommunistischen Jugendverbandes. Sie konnten ein wenig singen,

Rotes Rußland du Arbeiterstaat

Rotes Rußland, du Arbeiterstaat gingst uns voran mit befreiender Tat Aus Unterdrückung und Knechtschaft entstand frei aller Schaffenden Vaterland Rote Raketen erhellen die Nacht rote Soldaten stehn auf der Wacht Arbeiter, Bauern der Sowjetunion schützen die Revolution! Sklaven am Pflug, in Schacht und Fabrik erkämpft euch die Arbeiterrepublik Werft endlich ab eurer Fesseln Last schließt euch zusammen und Tritt gefaßt

Sturmtrupp Alarm

Der „Sturmtrupp Alarm” bestand aus dem Kern der „Rote Raketen” und einigen neuen Truppenmitgliedern. Im Sommer 1929 spielten sie bereits wieder mit ihrem schlagkräftigen Programm im Auftrag der KPD für den „Kampfbund gegen d. RFB-Verbot”, dann für die „Rote Hilfe”. Es gab Veranstaltungen an Ruhr und Rhein. Die Arbeiter gingen mit, wenn die Szenen zündeten. Die Polizei auch. Oft brüllte