Blättern im Liederlexikon

Ach was ist die Liebe für ein süßes Ding

Ach, was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Sorgenlos, wie Kinder, Führt sie uns durchs Leben. Unser ganzes Leben Flieht mit ihr geschwinder, Als uns ohne Liebe Sonst ein Tag verging! Ach, was ist die Liebe Für ein süßes Ding Ach, was ist die Liebe Für ein süßes Ding! Mut gibt sie zur Arbeit, Hilft sie uns verrichten. Eine

Alldort auf grüner Heide

Alldort auf grüner Heide da gibts der Freuden viel alldort im grünen Schatten ergötzt man sich am Spiel Dort oben auf dem Berge da lebt man wohlgemut dort unten in dem Tale genießt man manches Gut Schön ist´s und bleibt´s im Freien man sieht in´n Himmel ´nein schön ist´s , die Blümlein küssen sie sind so zart so rein Text:

Bäh Lämmchen bäh

Trostreim vom Lämmchen, das sich gestossen hat – Bereits vor 1772  erschien in Weimar ein Gedicht von Friedrich Justin Bertuch , schon gedruckt in “ Wiegenliederchen “ , Altenburg 1772, S. 30, vertont von A. W. Erk , vor 1800 bzw nach J. F. Reichardt – „Ein junges Lämmchen weiß wie Schnee ging einst mit auf die Weide“, das vermutlich von dem Kinderreim „Bäh

Bei der stillen Mondeshelle

Bei der stillen Mondeshelle Treiben wir mit frohem Sinn Auf dem Bächlein ohne Welle Hin und her und her und hin Schifflein gehst und kehrest wieder Ohne Segel, ohne Mast. Bächlein trägt uns auf und nieder, Spielend mit der kleinsten Last. Nichts zu fürchten, nichts zu meiden Ist, so weit das Auge sieht; Flüstert leis‘, ihr jungen Weiden, Mädchen, singt

Bunt sind schon die Wälder

Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt. Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind. Wie die volle Traube an dem Rebenlaube purpurfarbig strahlt ! Am Geländer reifen Pfirsiche mit Streifen rot und weiß bemalt. Dort im grünen Baume hängt die blaue Pflaume am gebognen Ast gelbe Birnen winken daß die Zweige sinken

Da droben auf jenem Berge

Da droben auf jenem Berge da steht ein hohes Haus da schauen wohl alle Frühmorgen drei schöne Jungfrauen heraus Die eine die heißet Susanne die andere Anne Marei die dritte die darf ich nicht nennen weil sie es mein eigen soll sein In meines Vaters Lustgarten da stehen zwei Bäumelein das eine das traget Muskaten das andre Feinsnägelein Muskaten und

Das Wasser rauscht das Wasser schwoll (Der Fischer)

Das Wasser rauscht´, das Wasser schwoll ein Fischer saß daran sah nach dem Angel ruhevoll kühl bis ans Herz hinan Und wie er sitzt und wie er lauscht teilt sich die Flut empor aus dem bewegten Wasser rauscht ein feuchtes Weib hervor. Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm: Was lockst du meine Brut mit Menschenwitz und Menschenlist hinauf

Der Frühling hat sich eingestellt

Der Frühling hat sich eingestellt; Wohlan, wer will ihn sehn? Der muß mit mir ins freie Feld, Ins grüne Feld nun gehn. Er hielt im Walde sich versteckt, Daß niemand ihn mehr sah; Ein Vöglein hat ihn aufgeweckt; Jetzt ist er wieder da. Jetzt ist der Frühling wieder da! Ihm, folgt, wohin er geht, Nur lauter Freude, fern und nah,

Der Sänger geht auf rauhen Pfaden

Der Sänger geht auf rauhen Pfaden Zerreißt in Dornen sein Gewand Er muß durch Fluß und Sümpfe baden Und keins reicht hülfreich ihm die Hand Einsam und pfadlos fließt in Klagen Jetzt über fein ermattet Herz Er kann die Laute kaum noch tragen Ihn übermannt ein tiefer Schmerz Ein traurig Los ward mir beschieden Ich irre ganz verlaßen hier Ich

Der Winter ist ein rechter Mann

Der Winter ist ein rechter Mann, Kernfest und auf die Dauer; Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an, Und scheut nicht süß noch sauer. War je ein Mann gesund wie er? Er krankt und kränkelt nimmer, Er trotzt der Kälte wie ein Bär und schläft im kalten Zimmer. Er zieht sein Hemd im freien an und läßt´s vorher nicht wärmen