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Arthur Hübner

Der Germanist Arthur Willibald Hübner wurde am 17. September 1885 in Neudamm, Kreis Königsberg in der Neumark geboren. Er starb am 9. März 1937 in Berlin. Der Wissenschaftler beschäftigte sich intensiv mit Volksliedern und Mundart. 1923 erhält er einen Ruf an die Universität Münster und übernimmt dort im Oktober die Nachfolge Jostes’. Er beschäftigt sich intensiv mit Goethe und schreibt

Birke

Unseren germanischen Vorfahren galt bereits in grauer Urzeit die Birke ganz besonders als der Baum des Segens, Lebens,Wachsens, welcher Fruchtbarkeit und (in späteren Zeiten) auch Schönheit verlieh. Der Grund war wohl das frühzeitige Schwellen und Knospen, das überraschend schnelle Sichbegrünen, auch das geschmeidige, lebendige sich Hin und Herbewegen seiner Äste,Vor allem die leuchtende, lichtvolle Weiße seiner Rinde. Die Anschauung von

Die Ermordung der Tartarischen Kaiserin zu Neumarkt im Jahre 1240

Bei denselbigen Zeiten da regierte ein mächtiger und reicher Tartarischer Kaiser in dem Aufgang der Sonnen. Derselbige unter ihm viel Könige, Fürsten und Herren hatte; welcher mit dem Namen Batus geheißen war. Dieser Kaiser hatte auch ein Gemahl, welche ihm vertraut war nach Weise und Gewohnheit der Tartaren. Diese Tartarische Kaiserin hörte sagen oft und vielmal von ihren Herren und

Es saßen sechs Studenten zu Frankfurt an dem Main (1854)

Es saßen sechs Studenten zu Frankfurt an dem Main wohl mit gebundnen Händen saßen sie allein Sie saßen dort gefangen wohl sechs Wochen lang weil sie von Freiheit sangen durch die Stadt entlang Und der Kerkermeister spricht sich täglich aus “Mir, Herr Bürgermeister Mir rückt keiner aus!” Jedoch sie sind verschwunden aus dem Gefangnenturm des Nachts die zwölfte Stunde wohl

Lebensrute

Die erste ursprüngliche Gestaltung des Brauchs mit der Lebensrute zu schlagen ist diese: Frauen und weibliches Hausvieh (vor allem Kühe und Stuten) wurden zu bestimmten Jahreszeiten mit einer grünen Rute oder Gerte (Lebensrute) gewisser Bäume geschlagen oder gepeitscht, um fruchtbar zu werden. Was sah der Naturmensch in diesem Symbol? Für ihn war die Gerte, die Lebensrute das Zeugungsglied des Baumdämons,

Neumark

Georg Neumark – 1621 – 1681

Schafwächter Schafwächter

Spiel vom Bouwulf (Bärwolf) Schafwächter Schafwächterwarum laßt Ihr Eure Schäfchen nicht aus?sie sind verfolgt von dem alten WolfDer Buwolf (Bumann) sitzt in dem Riedwo ihn niemand hört und sieht:“All aus meine Schäfchenmeine Schäfchen lauft aus!” aus dem französichen Flandern – Original bei Coussemaker Nr. 150 — über Wolf und Schaf und Wolf und Gans noch ähnliche Reime: Frischbier , 691

Was wollt ihr aber hören (Mord an Tartarenfürstin)

Was wollt ihr aber hören Was wollt ihr, daß ich sing? Wohl von der Tartarprinzessin schön Wie’s der zu Neumarkt ging Nach Breßela der Schlesi Eine große Reise sie macht Nach Neumarkt kam sie gefahren Und blieb allda zu Nacht Da sprach der Wirt zum Andern Ein Heidin wohnt bei mir Sie hat viel Gold und Edelstein Die laß ich

Wer nur den lieben Gott läßt walten

Wer nur den lieben Gott läßt walten Und hoffet auf ihn allezeit, Den wird er wunderlich erhalten In allem Kreuz und Traurigkeit. Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, Der hat auf keinen Sand gebaut Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen Beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz