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Ach könnt ich Molly kaufen

Ach, könnt´ ich Molly kaufen für Gold und Edelstein und hätte große Haufen die sollten mich nicht reu´n Zwar wühlt sich´s hübsch im Golde Wohl dem, der wühlen kann Doch ohne sie, die Holde was hätt´ ich Frohes d´ran Ja, wenn ich Allgebieter von ganz Europa wär´ Ich gäb Europens Güter für sie mit Freuden her. Bedingte nur dies eine für

Als der Großvater die Großmutter nahm

Als der Großvater die Großmutter nahm, da war der Großvater Bräutigam und die Großmutter war die Braut da wurden sie beide zusammen getraut Wer weiß, wie das noch werden mag wer weiß wie das noch kommt Als der Großvater die Großmutter nahm, Da wußte man nichts von Mamsell und Madam. Die züchtige Jungfrau, das häusliche Weib, Sie waren echt deutsch

Boie

Der Pfarrerssohn Heinrich Christian Boie wurde am 19. Juli 1744 Meldorf geboren, studierte Jura in Jena, ab 1769 in Göttingen. Dort gründete er 1770 zusammen mit Friedrich Wilhelm Gotter die literarische Zeitschrift ” Göttinger Musenalmanach “. Am 12. September 1772 gründeten Johann Heinrich Voß, Johann Martin Miller, dessen Vetter Gottlieb Dieterich Miller, Ludwig Christoph Heinrich Hölty, Johann Friedrich Hahn und Johann Thomas

Bunt sind schon die Wälder

Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt. Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind. Wie die volle Traube an dem Rebenlaube purpurfarbig strahlt ! Am Geländer reifen Pfirsiche mit Streifen rot und weiß bemalt. Dort im grünen Baume hängt die blaue Pflaume am gebognen Ast gelbe Birnen winken daß die Zweige sinken

Da lieg ich auf Rosen

Da lieg ich auf Rosen mit Veilchen gestickt nun will ich auch trinken bis lachend vom Himmel der Hesperus blickt Zum Schenketisch mach ich das duftige Grün und Amorn zum Schenken! ein Posten wie dieser der schickt sich für ihn Ach menschliches Leben geht schneller dahin als Räder am Wagen wer weiß es, ob morgen noch lebend ich bin Vom

Das ganze Dorf versammelt sich (Liebesklage eines Bauern)

Das ganze Dorf versammelt sich zu Kirmestanz und Reihen es freut sich alles aber mich kann fürder nichts erfreuen Für mich ist Spiel und Tanz vorbey das Lachen ist vorüber ich hasse Lieder und Schallmey und Klagen sind mir lieber Denn ach mein Hannchen fehlet mir nie kann ich sie vergessen ich weiß zu gut was ich in ihr für

Das Grab ist tief und stille

Das Grab ist tief und stille Und schauderhaft sein Rand Es deckt mit schwarzer Hülle Ein unbekanntes Land Das Lied der Nachtigallen Tönt nicht in seinem Schoß; Der Freundschaft Rosen fallen Nur auf des Hügels Moos. Verlaßne Bräute ringen Umsonst die Hände wund; Der Waise Klage dringen Nicht in der Tiefe Grund. Doch, sonst an keinem Orte Wohnt die ersehnte

Dein gedenk ich und ein sanft Entzücken (Elegie an Dorinde)

Dein gedenk ich und ein sanft Entzücken überströmt die Seele die dich liebt Das ist einer von den Augenblicken die zu sparsam mir das Schicksal gibt Ein Gefolge trüber schwarzer Stunden drängt sich dicht um meine Jugend her Augenblicke sind mir froh verschwunden aber Jahre trüb und freudenleer Eh ich dich mit dir die Liebe kannte da schon war es

Der Eichenwald brauset (Des Mädchens Klage)

Der Eichenwald brauset Die Wolken ziehn Das Mägdlein sitzet An Ufers Grün Es bricht sich die Welle mit Macht, mit Macht Und sie seufzt hinaus in die finstre Nacht Das Auge vom Weinen getrübet “Das Herz ist gestorben Die Welt ist leer Und weiter gibt sie Dem Wunsche nichts mehr. Du Heilige, rufe dein Kind zurück, Ich habe genossen das

Der Garten des Lebens

Der Garten des Lebens Ist lieblich und schön! Es keimen und sprossen, Auf lachenden Höhn, In Tagen des Lenzes Der Blüten so viel Da treiben die Weste Manch fröhliches Spiel Ihr Spiel in den Wellen Des Grases ist schön! O! sieh! wie die Blumen Im Winde sich dreh’n! Sie biegen die Wipfel, Die Kelche so blau, Und schütteln vom Wipfel,