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Da kommen die vier schwarzen Brüder

Da kommen die vier schwarzen Brüder die tragen mich zum Tor hinaus Sie tragen mich aus meinem Vaterhaus wohl aus dem Haus da tragen sie mich Wohl auf den Kirchhof begraben sie mich Da kommen die vier schwarzen Brüder Die tragen mich zum Tor hinaus Sie tragen mich aus meinem Vaterhaus Sie teilen mein Gut mit Streit und mit Zank

Der bleiche Weber – Der Leineweber

Der bleiche Weber sitzt am Stuhl er wirft mit matter Hand die Spul – knick knack! – Er hebt den müden Fuß zum Treten: – “Herr Gott ! Jetzt kann ich nimmer beten – knick knack! – Du Linnentuch, du Linnentuch ! ein jeder Faden sei ein Fluch! Es webt und webt sein morscher Leib, am Boden liegt sein sterbend

Der Mond scheint der Weber weint

Dr Mond schennt dr wabr flennt dr Spuln gieht no Brut dr Spinnr, dar hot Nut Übersetzung: Der Mond scheint Der Weber weint Der Spuler geht nach Brot Der Spinner, der hat Not Vierzeiler, kürzere Lieder und Sprüche der Oberlausitzer Weber in: Steinitz , I, S. 265ff, nach Curt Müller, Löbau, Ende des 19. Jhd.

Die Leineweber haben eine saubere Zunft

Die Leineweber haben eine saubere Zunft, harum di, dscharum di, schrum, schrum, schrum Mit fasten halten sie Zusammenkunft, harum di, dscharum di, schrum, schrum, schrum Aschegraue, dunkelblaue, schrum, schrum, schrum mir ein Viertel, dir ein Viertel, schrum, schrum, schrum Fein oder Grob, gegessen wern se doch mit der Jule, mit der Spule, mit der schrum, schrum, schrum Die Leinweber schlachten

Die Sonn erwacht mit ihrer Pracht

Die Sonn´ erwacht, mit ihrer Pracht erfüllt sie die Berge, das Tal O Morgenluft, o Waldesduft o goldener Sonnenstrahl Mit Sing und Sang die Welt entlang! Wir fragen woher nicht, wohin. Es treibt uns fort von Ort zu Ort mit freiem und fröhlichem Sinn Der Vögel Chor jauchzt hoch empor im Wald und auf sonnigen Höh´n Im Morgentau glänzt Feld

Ei wie so dumm ist´s (Leineweber muß man haben)

Ei wie so dumm ist´s wenn man es betrachtet wenn einer dem Leineweber seine Arbeit verachtet Ist ja kein Mensch auf der Welt, dem diese Arbeit nicht gefällt jeder muß sagen: Leinweber muß man haben Wenn ein klein Kind auf die Welt wird geboren wird ja dem Leinweber seine Arbeit auserkoren In ein feins Windelein wird es gewickelt ein und

Es gibt nichts Schönres auf der Welt (1918)

Es gibt nichts Schönres auf der Welt und auch e so geschwind als wie die Franzosen wohl in dem Feld wenn sie in Batallje sind Wenn´s blitzt und kracht und donnert und schlacht So schiessen wir roserot Und wenn´s Blut von unserm Körper fliesst Dann sind wir kuraschevoll Ihr Husaren seid frischgemut, Steckt euere Pistolen ein und nehmet euere Säbel

Es liefert ein Weber an seinen Herrn

Es liefert ein Weber an seinen Herrn Zwei Stücke auf einmal Zwei Strähne, die er hat gemetzt Die fehlten an der Zahl Und als er durch den Kucker sah Da war der teufel lus (los) Da ging es gleich: “Mein lieber Mann, da fehlt der halbe Schuß!” Kleindehsa bei Löbau, Oberlausitz, S, 39 (Weiteres nicht bekannt” – Sieber) in: Steinitz

Frühmorgens wenn der Tag bricht an (Weberlied)

Frühmorgens, wenn der Tag bricht an Hört man uns schon mit Freuden Ein schönes Liedlein stimmen an Und wacker drauf arbeiten Die Spule, die ist unser Pflug Das Schifflein ist das Pferde Und damit machen mir gar klug Das schönste Werk auf Erden. Gar manche Jungfrau freundlich spricht: Mach mir gut Tuch zu Betten Das Garn ist auch schon Zugericht

Gelobt sei der Herr Jesus Christ

Gelobt sei der Herr Jesus Christ der für uns am Kreuz gestorben istder uns hat so treu ernährtund vom ewigen Tod erlöst Maria, du Himmelsköniginwir sind doch alle deine Kinnhalt doch an bei deinem Sohndaß wir kommen in den Himmelsthron In dem Himmel sind doch gar sovielHarfen, Geigen und SaitenspielAuch dazu PosaunenschallDer die Toten erwecket all Jetzunder gehn die Posaunen schönIhr Toten sollt jetzt