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Früher war ich meiner Mutter einziger Sohn

Früher war ich meiner Mutter einziger Sohn Und heute zähl´ ich zu euch Lumpen schon. „Du bist ein Lump!“ „Ich bin kein Lump!“ „Du bist ein liederlicher Lump, Vagabund!“ Früher hatt ich ´nen Anzug von blauem Tuch Der steht noch heute beim Schneider zu Buch. „Du bist ein Lump!“ „Ich bin kein Lump!“ „Du bist ein liederlicher Lump, Vagabund!“ Früher hat´

Fünfzehn Jahre lang hab ich Kohle gebrochen

Fünfzehn Jahre lang hab ich Kohle gebrochen, übertag, untertag, bei Tag und bei Nacht Ich bin auf dem Bauch durch die Stollen gekrochen für dich, o Herr, in deinem Schacht. Fünfzehn Jahre lang bin ich dein Kuli gewesen, übertag, untertag, bei Tag und bei Nacht Hab Gold aus dem Dreck der Erde gelesen und hab, o Herr, es dir gebracht.

Kundenleben das ist schön

Kundenleben, das ist schön, Juchnidinida. Wenn man kann zum Fechten gehn, Juchnidinida. Dort gibts Milch und dort gibts Brot, Der Kunde leidet gar nie Not! Juchnidi und juchnida, Jupnidi, nidrallala; Juchnidi und juchnida, Jupnidinida. Der Kunde schleicht in ein Haus hinein, Juchnidinida. Hinten kommt der Butz gleich drein, Juchnidinida. ,,Kunde, bleib mal stille stehen, Lass einmal die Fleppen sehen!“ Juchnidi

Landstrasse, Kunden, Vagabunden

Herausgegeben von Klaus Trappmann Büchergilde Gutenberg Frankfurt am Main, Wien, Zürich 1980 367 Seiten, Illustrationen. OBroschur. Der Band versammelt zum ersten Male bisher verschollene oder weit verstreute Dokumente der „Bruderschaft der Vagabunden“. Gregor Gog, „König der Kunden“ organisierte 1929 den ersten europäischen Vagabundenkongreß. Die Zeichner und Maler unter ihnen stellten ihre Werke aus. Dazu kommen Liedertexte.Eine eindrucksvolle Dokumentation zum Thema

Morgenrot Morgenrot (überall vom Putz bedroht)

Morgenrot, Morgenrot, Überall vom Putz bedroht Tippeln wir so durch die Gassen Bald wird uns der Deckel fassen Mich und manchen Kamerad Mich und manchen Kamerad. Ach wie bald, ach wie schad Schwindet auf der Walz der Draht Gestern noch die Schicks am Arme Heute schon mit dem Gendarme Morgen in den Käfig rein Morgen in den Käfig rein. Darum

Münsterberg du schönes Städtchen (Massenmörder Denke)

Münsterberg, du schönes Städtchen Münsterberg, du schöne Stadt; Drinnen wohnte einst Herr Denke Der so viel zu schlachten hat. Alle alten Handwerksburschen Hackt und sägt er kurz und klein Und in einem runden Fässchen Pökelt er sie alle ein. Jüngst kam auch ein Handwerksbursche Bittet um ein Stückchen Brot Denke lud ihn ein zum Schreiben Schlagen wollt´ er ihn gleich

Wenn die zünftigen Gesellen auf der Landstrasse gehn

Wenn die zünftigen Gesellen auf der Landstrasse gehn dann gucken aus den Stiefellöchern all ihre Zeh´n! Ei, das hat seine Art auf der fröhlichen Fahrt wenn die zünftigen Gesellen durch die Gegend wehn. Wenn die zünftigen Gesellen in die Herberge gehn dann kann man ohne Brille kleine Bienen krabbeln sehn! Ei, das hat seine Art auf der fröhlichen Fahrt wenn

Wir tun die Welt bereisen Fridolin

Wir tun die Welt bereisen, Fridolin Das wollen wir euch beweisen, Fridolin Wir waren in Köln, wir war´n in Essen Gelsenkirchen nicht vergessen Wir war´n in Steiermark und Wien O Isabella, Fridolin. Wir tun die Welt bereisen, Fridolin Das wollen wir euch beweisen, Fridolin Wir war´n in Dänemark und Schweden in Italien auch daneben Wo die Zitronen blühn O Isabella,