Blättern im Liederlexikon

Es fallen von den Bäumen die welken Blätter ab

Es fallen von den Bäumen die welken Blätter ab ich wandle still in Träumen den Felsenpfad hinab. Die Wolken, wie sie jagen, im Abend golden blühn von Stürmen fortgetragen, und in der Nacht verglühn! In Schwärmen zogen der Wandervögel Schar dem Süden zugeflogen: zu Ende geht das Jahr. Die Blumen an dem Bache, vom letzten Tau gestärkt verblühn in stillem

Hermann von Lingg

Hermann Lingg wurde am 22. Januar 1820 Lindau geboren, er starb am 18. Juni 1905 München. Als Lyriker und Epiker widmete er sich besonders dem Verfassen von Balladen, schrieb aber auch Dramen und Erzählungen.

In meine Heimat kam ich wieder

In meine Heimat kehrt´ ich wieder es war die alte Heimat noch, dieselbe Luft, dieselben Lieder und alles war ein andres doch Die Wellen rauschten wie vor Zeiten am Waldweg sprang wie sonst das Reh, von fern erklang ein Abendläuten die Berge glänzten aus dem See Doch vor dem Haus, wo uns vor Jahren die Mutter stets empfing, dort sah

Nach meiner Heimat ziehts mich wieder

Nach meiner Heimat zieht`s mich wieder Es ist die alte Heimat noch Die selbe Lust, die selben frohen Lieder und alles ist ein andres doch Die Quellen rauschen wie vor Jahren Im Walde springt wie einst das Reh Von ferne hört ich Heimatglocken läuten die Berge spiegeln sich im See Am Waldessaume steht ne Hütte die Mutter ging dort ein und

Wie vom rüstigen Schmied durch die Flamme es schallt

Wie vom rüstigen Schmied durch die Flamme es schallt also tönt unser Lied mit besondrer Gewalt wen erfüllet es nicht in der finsteren Nacht voller Zuversicht weil die Schar noch wacht Daß sie kommt, wenn´s gilt, daß sie helfen kann wo das Feuermeer schwillt, wo die Not ist am Mann durch die Straßen herauf, durch die wachsende Glut dringt der