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Ach das Exmatrikulieren

Ach, das Exmatrikulieren ist ein böses Ding, ja, ja! Mich befällt ein leises Frieren denk ich an Examina. Mir wird bang und immer bänger denn die schöne Zeit ist aus! Zögern darf ich nun nicht länger muß zurück ins Vaterhaus! Der Papa, der schreibt posttäglich: “Lieber Sohn, bist fertig Du?” Fertig? Ja, und das ist kläglich fertig mit dem Geld

Ade du liebes Waldesgrün ade

Ade, du liebes Waldesgrün Ade! Ade! Ihr Blümlein mögt noch lange blühn Ade! Ade! Mögt andre Wandrer noch erfreun und ihnen eure Düfte streun Ade! Ade, ihr Felsen braun und grau Ade! Ade! weiß Gott, wann ich euch wiederschau Ade! Ade! mir ist das Herz so trüb und schwer als rief´s, du siehst sie nimmermehr Ade! (Ade, du lieber Tannenwald

Alles schweige Jeder neige (Landesvater)

Alles schweige! Jeder neige ernsten Tönen nun sein Ohr! Hört, ich sing´ das Lied der Lieder hört es, meine deutschen Brüder, hall es wider, froher Chor! Deutschlands Söhne, laut ertöne euer Vaterlandsgesang! Vaterland, Du Land des Ruhmes weih’ zu Deines Heiligtumes Hütern uns auf Lebenslang Hab und Leben dir zu geben sind wir allesamt bereit; sterben gern zu jeder Stunde

Als Noah aus dem Kasten war

Als Noah aus dem Kasten war da trat zu ihm der Herre dar der roch des Noah Opfer fein und sprach: “Ich will dir gnädig sein und weil du ein so frommes Haus so bitt´ dir selbst die Gnade aus!” Da sprach der Noah: “Lieber Herr! Das Wasser schmeckt mir gar nicht sehr Dieweil darin ersäufet sind All’ sündhaft Vieh

Alt Heidelberg du feine

Alt Heidelberg du feine du Stadt an Ehren reich am Neckar und am Rheine kein andre kommt dir gleich Stadt fröhlicher Gesellen an Weisheit schwer und Wein Klar ziehn des Stromes Wellen Blauäuglein blitzen drein Und kommt aus lindem Süden der Frühling übers Land, so webt er dir aus Blüten ein schimmernd Brautgewand. Auch mir stehst du geschrieben ins Herz

An den Rhein an den Rhein

An den Rhein, an den Rhein zieh nicht an den Rhein mein Sohn, ich rate dir gut: da geht dir das Leben zu lieblich ein. da blüht zu freudig der Mut Siehst Du die Mädchen so frank und die Männer so frei als wär´ es ein adlig Geschlecht gleich bist Du mit glühender Seele dabei: So dünkt es sich billig

An der Elbe Strand liegt mein Vaterland

An der Elbe Strand liegt mein Vaterland lieb´s von ganzer Seele aber meine Kehle ist zu Haus am Rhein dürstet nur nach Wein Wem es Freude schafft trinke Bruderschaft mit den kalten Fröschen meinen Durst zu löschen hol ich mir vom Rhein lebenswarmen Wein Spricht ein kluger Mund Wein sei nicht gesund ei! so trink er keinen doch mir will

Bundesliederbuch der Deutschen in Böhmen

Das Bundesliederbuch der Deutschen in Böhmen, herausgegeben von der Ortsgruppe Leitmeritz des  Bundes der Deutschen in Böhmen (Auflage mindestens 80.000 !) wurde von F. Seifert & Co in Leitmeritz gedruckt, ohne Jahresangabe, vermutlich um 1900. Das Buch enthält auf etwa 300 Seiten über 200 Lieder, meist burschenschaftliche Kommerslieder und überhebliche deutschnationale Gesänge, die Adolf Hitler und dem “1000jährigen Reich” schon 30 Jahre

Schlesier-Liederbuch

Der “Bund heimattreuer Schlesier e.V.” (Vereinigte Oberschlesier und Schlesier) gab in den finsteren tausend Jahren in Berlin ein Liederbuch heraus, welches die Haltung der Nationalsozialisten zum deutschen Volkslied gut verdeutlicht. Da wird die Tradition alldeutscher Männergesangsvereine nahtlos weitergeführt und lediglich durch das eine oder andere nationalsozialistische Propagandastück “abgerundet”. Vieles von dem, was damals gesungen wurde, gilt auch heute noch als