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Abends treten Elche aus den Dünen

Abends treten Elche aus den Dünen ziehen von der Palve an den Strand Wenn die Nacht, wie eine gute Mutter leise deckt ihr Tuch auf Haff und Land Ruhig trinken sie vom großen Wasser, darin Sterne wie am Himmel stehn Und sie heben ihre starken Köpfe lautlos in des Sommerwindes Wehn Langsam schreiten wieder sie von dannen, Tiere einer längst

Am Ural fern von der Heimat

Am Ural, fern von der Heimat sitzen Kosaken am Feuerschein der eine spielt die Balalaika und die andren stimmen mit ein Ossa, Ossa, schöne Stadt am Kama dich sahn wir lange nicht mehr Ossa, Ossa, schöne Stadt am Kama wie fiel der Abschied uns so schwer johei, johei jo, johei, johei jo Am Himmel, da leuchten die Sterne der Wolf

Buben im Feuerkreise

Buben im Feuerkreise Haltet treu die Wacht Singt die alte Weise durch die dunkle Nacht Brüder in den Zelten schlaft nur immer zu! Wachen im Feuerkreise schützen eure Ruh Kameraden, leise dämpft der Stimme Schall singt die alte Weise durch das stille Tal Brüder in den Zelten…. Kameraden, leise nächste Wache vor! Singt die alte Weise auf zum Sternenchor Brüder

Bündische Jugend

Bündische Jugend : Sammelbezeichnung für die Jugendbewegung in ihrer zweiten Phase nach dem Ersten Weltkrieg. Auf den Ideen der Wandervögel und Pfadfinder aufbauend, entstanden in Deutschland die Bünde der Bündischen Jugend (kurz die Bündischen genannt). Die Entwicklung der Jugendbewegung vom Wandervogel hin zur Bündischen Jugend brachte einen Wandel der Grundüberzeugungen mit sich: Während der Wandervogel zentral die Erneuerung des Einzelnen

Der Abend naht und die Herbstluft weht

Der Abend naht und die Herbstluft weht Reifkälte spinnt um die Tannen o Kreuz und Buch und Mönchsgebet wir müssen alle von dannen Die Heimat wird dämmernt und dunkel und alt Trüb rinnen die heiligen Quellen Du götterumschwebter, du grüner Wald Schon blitzt die Axt, dich zu fällen Und wir ziehen stumm, ein geschlagen Heer Erloschen sind unsere Sterne Oh

Der mächtigste König im Luftrevier

Der mächtigste König im Luftrevier Ist des Sturmes gewaltiger Aar. Die Vöglein erzittern, vernehmen sie nur Sein rauschendes Flügelpaar. Wenn der Löwe in der Wüste brüllt, Dann erzittert das tierische Heer. Ja, wir sind die Herren der Welt Die Könige auf dem Meer. Tirallala, tirallala Tirallala, tirallala hoi! hoi! Zeigt sich ein Schiff auf dem Ozean, So jubeln wir freudig

Der Wind weht kalt von Osten (Baltikumslied)

Der Wind weht kalt von Osten wir ziehn der Heimat zu wir haben die Schlacht geschlagen das Schwert hat endlich Ruh Die Schlacht sie ist verloren das Heer zerstob wie Spreu Wir haben dem König geschworen dem König dem bleiben wir treu Oh voller Schmach und Schande du ruhmgekröntes Heer als Lieb und Treue schwanden da schwand auch Ruhm und

Die Bauern wollten freie sein

Die Bauern wollten freie sein, Das nahm ein schlecht Gelingen; Schenkt roten Wein, schenkt weißen ein Dann will ich das Liedlein euch singen. Dem Frundsberg sind wir nachgerannt, ihm haben wir geschworen. Da hat unser Fähnrich Ehr´ und Hand Im Kampf um die Fahne verloren. Dann schlugen wir das Bummerlein Bumm Kein Stoß kam aus dem Lader, Feldhacke g´zuckt und Schlachtruf

Die Dämmerung fällt wir sind müde vom Traben

Die Dämmerung fällt wir sind müde vom Traben, Die Straßen sie haben der Steine gar viel laßt sie für heute allein Es ist uns bestimmt mit brennenden Füßen die Unrast zu büßen die tags uns ergriff bald Kameraden ist Ruh Wer weiß, wo der Wind uns morgen schon hinweht wo keiner mehr mitgeht der Bruder uns ist bald sind wir

Die Glocken stürmten vom Bernwardsturm

Die Glocken stürmten vom Bernwardsturm, Der Regen durchrauschte die Straßen. Und durch die Glocken und durch den Sturm, Gellte des Urhorns blasen. Das Büffelhorn, das so lang geruht, Veit Stoßperg nahm´s aus der Lade. Das alte Horn, es brüllte nach Blut Und wimmerte: “Gott genade!” Ja, gnade dir Gott, du Ritterschaft! Der Bauer stund auf im Lande, Und tausendjährige Bauernkraft